Zweifel an der Fusion / Sparkassen-Derivate / neue Anträge

In einer aktuellen Stellungnahme des OB-Kandidaten Martin Runge (BBV/GRÜNE) zum SZ-Bericht vom 11.4. heißt es: » Auf unseren Antrag hin wurde die anvisierte Sparkassenfusion am 27. März in der Sitzung des Kreisausschusses und am 6. April in der Sitzung des Kreistages thematisiert … Nicht (noch nicht?) eingegangen wurde dabei auf Fragen nach den Gründen für die eklatanten Unterschiede bei Jahresüberschuss und Kernkapitalquote der drei Fusionsaspiranten sowie nach dem außergewöhnlich hohen Bestand an Derivaten bei der Sparkasse Fürstenfeldbruck, nach deren aktuell sehr hohem negativen Zeitwert sowie den darin möglicherweise schlummernden Risiken. Auf die Frage, wie sich der im Falle einer Fusion der drei Sparkassen Fürstenfeldbruck, Dachau und Landsberg-Dießen doch recht große Gebietsumgriff mit den Aufgaben von Sparkassen, die eher auf räumlich begrenzte „Bedienungsgebiete“ abstellen, vertragen würde, antwortete Klaus Knörr folgendermaßen: „Wir wollen so groß werden wie nötig und so klein bleiben wie möglich.“ Von daher ist die Überschrift in der Fürstenfeldbrucker SZ zum Bericht über die letzte Kreistagssitzung, „Sparkasse hält an Fusion fest“, vielleicht doch nicht für bare Münze zu nehmen. Schließlich wurde und wird ja stets von allen Seiten betont, das Thema Sparkassenfusion würde ergebnisoffen diskutiert. Noch vor der Sommerpause soll sich der Kreistag in Anwesenheit des Sparkassenvorstands ein weiteres Mal mit der Thematik Sparkassenfusion befassen. Wir haben mittlerweile in einem zweiten Antrag ein umfangreiches Fragenpaket zusammengestellt, weitere Anträge und Anfragen werden folgen. Neben der möglichen Fusion gibt es ein zweites wichtiges Thema, das unseres Erachtens der Behandlung lohnt: es gilt zu hinterfragen, ob nicht ein Teil der Überschüsse der Sparkasse an deren beiden Träger, Stadt und Landkreis Fürstenfeldbruck, ausgeschüttet werden soll. «
Die ganze Stellungnahme von Dr. Runge und der erwähnte zweite Antrag.