Zuviel Natur verschwindet unter Beton

Meldung der Brucker SZ am 3.8.17: 2013 hatte der Bund Naturschutz im Landkreis mehr als 3000 Unterschriften gesammelt und damit gefordert, weitere Flächen für Straßen, Wohnungen und Gewerbe nur äußerst restriktiv zu vergeben und bei Gewerbegebieten nach gemeindeübergreifenden Lösungen zu suchen. Richtig weitergekommen sei man nicht, sagt Eugenie Scherb, Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz (BN) … die Bodenversiegelung bringt es mit sich, dass der Untergrund Regenwasser nicht oder kaum mehr aufnehmen kann und damit auch das Risiko steigt, dass es bei starken Regenfällen örtlich zu Überschwemmungen kommt … Für Tiere und Pflanzen geht durch die Versiegelung wertvoller Lebensraum verloren und ihre verbleibenden Lebensräume werden zerschnitten … Für Fürstenfeldbruck beträgt der Bodenversiegelungsgrad 20,5 Prozent.
Info: Bayernweit hat die versiegelte Fläche zwischen den Jahren 2000 und 2015 um zirka 670 Quadratkilometer zugenommen. Das entspricht der Größe von Bodensee, Chiemsee und Starnberger See zusammen. Deutschlandweit ist Bayern damit für knapp die Hälfte der Neu-Versiegelung – also neu asphaltierte, betonierte oder bebaute Fläche – verantwortlich. Bayerns Grüne haben dieser Bodenversiegelung nun den Kampf angesagt. Die Landespartei beschloss Ende Juli ein Volksbegehren gegen den Flächenverbrauch zu initiieren – Titel: „Damit Bayern Heimat bleibt – Betonflut eindämmen.“