Weshalb Asylhelfer klagen

Die Brucker SZ berichtete am 26. September 2017: Die Helfer kritisieren Arbeitsverbote für abgelehnte Asylbewerber sowie Versuche der Regierung, Gebühren für die Unterkünfte zu kassieren. Außerdem haben Flüchtlinge nach wie vor Schwierigkeiten im Alltag, etwa bei der Wohnungssuche. „Wir werden oft als Handlanger missbraucht“ … „Die Leute sind dazu verdammt, untätig in den Unterkünften zu sitzen“ … Ärgernis sind die Bescheide der Regierung von Unterfranken, die Gebühren von mehr als 300 Euro pro Monat für die Unterkünfte von Flüchtlingen verlangen … „Wir sind von Asyl- zu Integrationshelfern geworden“ … Außerdem schwinden in einigen Kommunen die Ehrenamtlichen … „Wir brauchen dringend neue Leute“ …
Kommentar: Die durch die Wahlergebnisse gebeutelte CSU-Regierung überlegt, wie sie die Lücke, die sich offenbar nach Rechts aufgetan hat, am besten schließen kann und sucht nun nach restriktiven und opportun-populären Maßnahmen, um AfD-Wähler zurück zu gewinnen. Davon werden gewöhnlich die Schwächsten getroffen und das sind zuerst die Geflüchteten. Denn sie kann man für fast alle unangenehmen Erscheinungen im Alltag zu Schuldigen erklären. Mit ihnen kann man tun, was der eigenen Klientel nicht zugemutet werden kann. Sie kann man drangsalieren, abschieben, im Mittelmeer ersaufen und von Warlords in Libyen vergewaltigen lassen. Uns kann man dagegen mit Sicherheitszänen, Mauern, Polizei und Militär abschirmen und erzählen, wie gut es uns geht. Die ehrenamtlichen Asylhelfer dürfen sich aufarbeiten, um die erwünschte Integration zu stemmen, für die kaum Gelder, Wohnungen und Arbeitsplätze da sind. Wir leben in Absurdistan.