Werden Beiräte ernst genommen?

Die Brucker SZ berichtete am 12.6.17: Der Brucker Seniorenbeirat besteht seit 25 Jahren. Von der Stadtpolitik fühlt er sich jedoch bisweilen im Stich gelassen … „Leider sehen wir unsere Beiträge zu oft im schwarzen Loch des Verwaltungsapparats verschwinden“ … „In 20 Jahren wird jeder dritte Einwohner des Landkreises über 60 Jahre alt sein. Das erfordert die Wahrnehmung und Einbindung der Wünsche der Senioren“ … forderte der Vorsitzende … Nach den Worten von Kurp sei das Interesse am Seniorenbeirat und die Bereitschaft mitzumachen tatsächlich sehr gering. Im Moment bestehe der Beirat aus lediglich sieben Mitgliedern …
Kommentar: Städtische Beiräte ernst zu nehmen bedeutet, ihnen öffentlich geführte Diskussionen zu ermöglichen, dafür Räumlichkeiten, finanzielle Hilfen und neutrale Moderations- und Wissensressourcen bereit zu stellen. Vor allem aber, ihren Aktivitäten nicht mit verwaltungs-technischen Vorschriften und parteiproporz-geprägten Argumenten die Luft aus den Segeln zu nehmen oder – auch das ist eine gerne genutzte Methode – sie mit Lobhudelei ruhig zu stellen. Wird ihre öffentliche Wahrnehmung seitens der Stadtverwaltung konkret gefördert, werden sich viele ältere Mitbürger gerne zum Mitreden und Mitmachen veranlasst sehen.