Weniger Asylberater, mehr Probleme

Die Brucker SZ meldete am 2.3.18: Die Caritas warnt vor einer Reduzierung der Helfer, wie sie geplant ist … Wer soll all die Flüchtlinge beraten? Und sie damit auch ein Stück weit betreuen und integrieren. Das fragt man sich derzeit bei der Caritas in Fürstenfeldbruck. Denn inzwischen zeichnet sich ab, wovor die ehrenamtlichen Asylhelferkreise bereits vor einem Monat gewarnt haben: Mit der Zusammenlegung der Asyl- und Migrationsberatung gibt es eine neue Berechnungsgrundlage für den Personalbedarf. Und die wirkt sich im Landkreis Fürstenfeldbruck so aus, dass statt der bislang als notwendig erachteten mehr als 16 Beratungsstellen nur noch 9,43 übrig bleiben … Die Sozialpädagogen der Caritas möchten diesen Menschen mit ihren Beratungen helfen, sie über die Gesetze und Regeln in Deutschland aufklären sowie über ihre eigenen Rechte. Mit immer weniger Personal wird das aber zunehmend schwierig, denn eine hilfreiche Beratung benötigt Zeit. Und sie braucht eine halbwegs entspannte Atmosphäre, damit der Kern des Problems überhaupt erfasst werden kann … Zusammen mit der Enge („zehn Menschen in einem Zimmer“), der Perspektivlosigkeit (die wenigsten dort haben Chancen auf eine Aufenthaltsgenehmigung) und dem Arbeitsverbot, „herrscht jetzt natürlich Frust“. Und der entlade sich bisweilen auch in aggressiven Ausbrüchen. „Die Aggression ist selten gegen die Mitarbeiter gerichtet, aber man kann zwischen die Fronten geraten“, sagt Dräxler ((Willi Dräxler, Referent für Migration in München und BBV-Stadtrat in Fürstenfeldbruck)) und plädiert, auch im Namen der Caritas, für die Aufhebung des Arbeitsverbots. Jetzt hoffen beide auf einen Sinneswandel im verantwortlichen Sozialministerium.