„Wanted“: Kopfgeldjägerei

Das Brucker Tagblatt meldete am 24.8.17: AfD setzt 20.000 Euro Prämie aus … Die AfD richtet ihren Aufmerksamkeitsappell vor allem an Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen, mit denen sie an neuralgischen Punkten bereits zusammenarbeite, wie Jäger sagte. Der Kreisverband werde Security-Mitarbeitern je einen Betrag von 400 Euro für jeden überstellten Straftäter auszahlen … Er wolle nicht, dass die Bevölkerung auf einander losgehe, daher setze man auf Profis, erklärt Jäger ((Direkt-Kandidat für die Bundestagswahl)). „Wir sind ja nicht im wilden Westen.“
Wahlplakatzerstörung ist gem. § 304 Abs. 2 StGB eine gemeinschädliche Sachbeschädigung und damit strafbar. Darüber hinaus erweist sie der Demokratie einen Bärendienst. Wenn die AfD nun Kopfgeldjäger in Wildwest-Manier auf Plakatzerstörer ansetzt, obwohl eigene Parteigänger nicht anders agieren, handelt es sich um die Anwendung der „Haltet-den-Dieb“-Strategie. Zu oft kommen aus den Reihen der AfD aggressive Töne und sogar gewaltfördernde Verbalentgleisungen, deren geistige Herkunft unschwer im rechtsradikalen Milieu zu finden ist. Sie maßt sich an, „das Recht“ auf ihrer Seite sehen und den Sheriff spielen zu dürfen. Die Behauptung, dass „wir ja nicht im Wilden Westen“ seien, ist nichts anderes als ihr „Fake News“-Produkt. Noch spielt sie gerne die Rolle von Biedermännern.