Über Armut in Bruck

Am Donnerstag, 27. April veranstaltete das Sozialforum Amper einen Infoabend zum ThemaObdachlosigkeit, Hartz IV, Armutsrenten, fehlende Sozialwohnungen, Tafeln … Die Situation in FFB. Was können Stadt und Landkreis tun?“ Christian Sayn, Caritas und Christenrat, berichtete über die Situation der Obdachlosen in FFB und über positive Beispiele von Sozialtickets andernorts. Lidija Bartels vom Leitungsteam der Brucker TAFEL berichtete über deren aktuelle Situation. Holger Plückhahn, engagiert in der KAB, schilderte die Situation der Wohnungs­suchenden und des desolaten Sozialwohnungsbaus. Friedhelm Engelhardt erzählte aus der Arbeit des Vereins Initiative zur Selbsthilfe für Betroffene mit geringem Einkommen. Und Willi Dräxler, Caritas und Referent für Flüchtlingsfragen im Brucker Stadtrat, erläuterte die derzeitige Situation der Geflüchteten und Asylbewerber vor Ort. Bericht in der SZ vom 9.5.17: „Vertreter sozialer Einrichtungen sind sich einig. Die Armut nimmt zu, betroffen sind vor allem Alleinerziehende und Rentner“.
Einen Überblick über die Armutsfaktoren in Deutschland gibt ein Bericht der „Neuen Rheinischen Zeitung“: Viele Beschäftigte werden um den ohnehin kargen Mindestlohn betrogen … Unlängst wurde der gesetzliche Mindestlohn erhöht: Von 8,50 auf sagenhafte 8,84 Euro … Ein echter Mindestlohn, der den Namen verdient, sollte bei mind. 10, eigentlich sogar 11 oder 12 Euro liegen … Den besten Mindestlohneffekt hätte ein existenzsicherndes bedingungsloses Grundeinkommen … Vielleicht startet man mit einer Kindergrundsicherung und/oder einer Grundrente. Eventuell wird ein Mindesteinkommen garantiert, etwa in Form einer negativen Einkommenssteuer. Wessen Monatseinkommen unter einer bestimmten Grenze liegt, z.B. 800 oder 1000 Euro, bekäme eine Aufstockung bis zu diesem Betrag. Zuständig hierfür wäre das Finanzamt, nicht die Arge.