Tierwohl: Gut behandeln, dann todstreicheln oder auf Fleisch verzichten?

Aus dem Bericht der Brucker SZ vom 3.6.17: Nach dem Hickhack mit Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) konnte die Soko Tierschutz nun am Freitagnachmittag ihre Kundgebung gegen den Brucker Schlachthof auf dem Geschwister-Scholl-Platz abhalten … Ein ((Besucher)) findet die Vorfälle zwar schlimm, lehnt aber die Haltung der Soko Tierschutz ab, die als Tierrechtler und Veganer eine Wiedereröffnung des Schlachthofs ablehnen … Demnächst wird die Gruppe Unterschriften für eine Petition an das Landratsamt sammeln, in der eine lückenlose Aufklärung der Brucker Vorfälle und eine harte Bestrafung der Verantwortlichen samt Tierhaltungsverbot verlangt wird. Außerdem fordert die Soko Tierschutz darin für die Zukunft eine öffentlich einsehbare Videoüberwachung der Schlachtvorgänge …
CSU wiegelt ab –
Augsburg.tv berichtet in einem Kurzvideobeitrag: „Wie können Schlachthöfe besser kontrolliert werden? Wenn man die Berichte über manche Schlachthöfe – auch in unserer Region- liest, macht das wütend. Schweine wurden zum Beispiel unzureichend betäubt unter großen Schmerzen geschlachtet. Mancher wünscht sich deshalb schärfere Kontrollen. Die CSU will auch eine neue Behörde einführen, scheint damit aber keine große Eile zu haben. Die Opposition findet das skandalös.“
Bundespolitik: Neues Gesetz gegen Missstände in Schlachthöfen.
Ein neues Gesetz soll schlechte Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachthöfen eindämmen. Viele osteuropäische Arbeitnehmer werden in deutschen Schlachthöfen zu mitunter miserablen Bedingungen beschäftigt. Nach der Neuregelung müssen große Konzerne künftig für die Machenschaften ihrer Subunternehmer haften. Die Arbeitszeiten sollen Tag für Tag genau aufgeschrieben und vom Lohn darf nichts mehr unerlaubterweise abgezogen werden.
Schweinerei Landwirtschaft – Ausschnitt aus „Mann, Sieber!“ vom 6. Juni 2017.