„Tierhaltungswende“ statt „Initiative Tierwohl“

foodwatch e.V. ruft auf: Die „Initiative Tierwohl“, in der sich alle großen deutschen Handelsketten zusammengeschlossen haben, ist ein schlechter PR-Gag. Aldi, Edeka, Rewe und Co. wollen damit von ihrer Verantwortung für die inakzeptablen Lebensbedingungen der Nutztiere ablenken. Mit vorwiegend kosmetischen Maßnahmen können die Lebensbedingungen für die Tiere nicht substantiell verbessert werden. Den Landwirten wird nicht annähernd genügend Geld ausgezahlt, um eine nachweislich tiergerechte Haltung zu erreichen. Und eine gute Tiergesundheit streben sie erst gar nicht an. Es ist an der Zeit, dass sich politisch etwas tut! Millionen Nutztiere dürfen nicht länger krank gemacht werden! In Zukunft darf kein Tierprodukt mehr in den Handel kommen, das nicht tiergerecht erzeugt wurde! Unterstütze jetzt die Forderung der Verbraucherorganisation foodwatch nach einer echten Wende in der Tierhaltung und unterzeichne die entsprechende Protestaktion an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.
Weiterführende Infos: Jedes vierte Tierprodukt stammt von einem kranken Tier.
foodwatch fordert eine Tierhaltungswende. Eine möglichst tiergerechte Haltungsform muss Mindeststandard werden. Die EU muss erstmals Zielvorgaben für die Tiergesundheit in jedem Betrieb vorschreiben. Das Kontrollsystem muss effizient und transparent werden. Verstöße werden konsequent geahndet: Hält ein Betrieb die Input- und Output-Vorgaben dauerhaft nicht ein, darf er seine Produkte nicht vermarkten. Tierhaltungswende jetzt!

Wissenschaftler des Centrums für Bioethik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster haben die ethischen Aspekte des Umgangs mit Nutztieren untersucht. Die Ergebnisse sind in der Studie „Tiere in der Lebensmittelproduktion“ zusammengefasst. Im Folgenden gibt foodwatch die Zusammenfassung der Studie wieder, die ausführliche Studie können Sie als PDF-Dokument herunterladen. Nähere Infos.