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Energiewende in Zeiten des Klimawandels, Insekten- und Artensterbens

SZ-Bericht am 10.4.2018: „Energieverbrauch im Landkreis. Sowohl der Energieverbrauch als auch der Ausstoß von Kohlendioxid im Landkreis steigen weiter an. Eine Umstellung auf regenerative Quellen ist bis 2030 kaum mehr zu schaffen.“ Im Bericht heißt es: „Die Energiewende im Landkreis ist gescheitert. Einer Studie zufolge ist der Ausstoß von Kohlendioxid auf knapp 1,5 Millionen Tonnen gestiegen. Schuld ist der wachsende Verbrauch von Benzin, Diesel und Erdgas. Der Anteil erneuerbarer Energien aus dem Landkreis liegt erst bei acht Prozent des Verbrauchs … Der Anteil des Stroms, der aus regenerativen Energien erzeugt wird, hat sich in den fünf Jahren fast verdoppelt und liegt nun bei 26 Prozent. Dafür sind die Werte bei Kraftstoffen und Gas angestiegen … Dem Konzept zufolge, das der Kreistag 2000 verabschiedet hatte, sollte sich der Landkreis bis 2030 komplett aus regenerativen Quellen versorgen.“ Folgende Gründe werden angegeben: Mehr Autos, mehr Pendler, Bevölkerungszuwachs. Der Pro-Kopf-Verbrauch stagniert, das Ziel, die Halbierung des Verbrauchs, gilt als völlig gescheitert. Weitere Indizien werden von den Kreispolitikern genannt: Die Leute würden sich zwar einen neuen stromsparenden Kühlschrank kaufen, aber das alte Gerät im Keller weiter nutzen … Der Ausbau von Fotovoltaik und Windkraft sei ‚von oben gebremst‘ und die Bürger dadurch demotiviert worden.“ Eher komisch muten ihre Kommentare an: „Wir haben zu wenig getan“, bilanzierte Halbauer (Grüne) … „Wir nehmen die Ziele des Klimaschutzes auf allen Ebenen nicht ernst“ (Drexler, UBV) … Es muss nur intensiver daran gearbeitet werden … Es gelte festzustellen, „wo stehen wir jetzt“, meinte der FW-Kreisrat Obermair … CSU-Fraktionssprecher Emanuel Staffler nannte die Bilanz-Studie einen „Wachrüttler“ … Kulturreferent Klaus Wollenberg (FDP): Die Probleme seien „hausgemacht“. Er bemühte weitere Indizien: „Kommunalpolitiker würden unter dem Schlagwort, bezahlbaren Wohnraum schaffen zu wollen, immer mehr Menschen auf freien Flächen ansiedeln, die aber zur Arbeit woanders hin fahren müssen. Die Kommunen müssten stattdessen Wohnen und Arbeiten in der Region verbinden, um die Zahl der Pendler zu reduzieren … Weitere Faktoren seien die ‚Schülerströme‘, die hin und her befördert werden, sowie das Sterben von kleinen Lebensmittelgeschäften in den Ortschaften.“ Ist das Selbstkritik nach dem Motto: Wir haben geschlafen, aber jetzt drücken wir auf die Tube? Außer „Es muss nur intensiver daran gearbeitet werden“ ist wenig zu hören. Immerhin plant man auf „unterster Ebene“ ein paar Innovationen, von denen man sagen kann: Sie helfen ein bisschen, zumindest verschönern sie den mühsamen Weg, der vor uns liegt, und machen die Verkehrssituation sicherer. So schrieb die SZ am 11.4.18: „Roter Teppich für Radler. Fahrradwege und auf Fahrbahnen markierte Streifen werden in Fürstenfeldbruck schrittweise eingefärbt. Damit soll der Umstieg auf klimaverträglichere Verkehrsmittel attraktiver werden … Radwege und am Rand von Fahrbahnen abgetrennte Schutzstreifen sollen durchgehend rot markiert werden. Das hat der Verkehrsausschuss am Dienstag mit acht gegen sechs Stimmen beschlossen. Die meisten CSU-Stadträte stimmten dagegen, auch aus Kostengründen – und das Ordnungsamt reagierte höchst skeptisch auf die Ankündigung, damit in die Fußstapfen von Städten wie Erlangen, Berlin, Utrecht oder Amsterdam steigen zu wollen.“ Dass die genannten Städte damit beste Erfahrungen machen, scheint nicht zu überzeugen. Bericht dazu auch am 11.4.18 im Merkur. Eine weitere Meldung klingt vordergründig fast schon wunderbar. Am 11.4.18 berichtete die SZ: „Brucker-Land-Projekt. Der Landkreis blüht auf. Gemeinden wollen Blumen anpflanzen, damit Insekten Nahrung finden … Das Projekt sei auf Nachhaltigkeit ausgerichtet, es würden also Flächen geschaffen, die jedes Jahr wieder aufwachsen und so Lebensraum und Nahrung für Insekten bieten … dass sich die Blühwiese so entwickelt, dass sie jedes Jahr wieder zum Rückzugsraum und zur Nahrungsquelle für Insekten und Kleingetier wird.“ Das ist schön. Dafür braucht es aber die genannten Tierchen in großen Mengen. Die sind jedoch wie wir Menschen von Feinstaub, CO2, Klimawandel und Pestiziden, Insektiziden und anderen Giften bedroht, die bereits in allen Gewässern und sogar schon in unserem Urin zu finden sind. Sollte Glyphosat verboten werden, stehen Nachfolgegifte vor ihrer Markteinführung. Aus einer Meldung des Münchner Umweltinstituts: „Während drei besonders gefährliche Insektengifte bald im Freiland verboten werden könnten, arbeitet die Agrarindustrie auf Hochtouren daran, neue Pestizide auf den Markt zu bringen. Die Zulassung von Mitteln mit den Wirkstoffen Flupyradifuron, Cyantraniliprol und Sulfoxaflor in Deutschland könnte jederzeit erfolgen. Aber das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hüllt sich in Schweigen.

Flächenfraß, Fusionspläne, S4

Der aktuellen Fragestellungen wegen informieren wir an dieser Stelle über die geplante öffentliche Versammlung der Brucker Bürger-Vereinung am Freitag, 16.3., 19 Uhr, Hotel zur Post, Hauptstraße, FFB: Volksbegehren gegen Flächenfraß, Fusionspläne der Sparkasse, Trauerspiel S4 – neue Entwicklungen und aktuelle Forderungen. Der OB-Kandidat der BBV von 2017, Dr. Martin Runge (MdL), der sich in diese Themen sorgfältig eingearbeitet hat, wird dabei sein.

Fakten und Hintergründe zum Amazon-Deal von „Brucker Land“

Rudolf H. Ende, Vorsitzender und Initiator des „Paradiesgarten Brandenberg, Verein für sozial-ökologischen Garten- und Ackerbau e.V.“ (Web: http://paradiesgarten-brandenberg.de sowie https://paradiesgartenbrandenberg.wordpress.com) und Mitstreiter gegen konkurrenzlose Großkonzerne und deren marktwirtschaftlichen Daten- und Machtmissbrauch sowie für eine sozial-ökologisch faire, regionale (Land-)Wirtschaft und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen steuert Fakten und Hintergründe zum Amazon-Deal von „Brucker Land“ bei und wertet sie wie folgt:
Die massive Verletzung der eigenen Werte und Ziele durch die Kooperation der UNSER LAND GmbH mit Amazon kommt einem Skandal gleich. Unser gemeinsames, jahrelanges Engagement wird dadurch konterkariert. Ich wurde durch den Bericht der SZ (Link siehe nebenstehende Spalte) auf diesen Vorgang aufmerksam, der eine mutige, sehr anerkennens- und unterstützungswerte erste Reaktion eines betroffenen Bäckers aus Fürstenfeldbruck aufgreift.
Die Firma UNSER LAND GmbH, hat als Geschäftszweck die Regionalvermarktung land- und forstwirtschaftlicher Produkte angegeben (registriert im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 132133). Die Haupttätigkeit liegt im Bereich Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln. Das Domizil befindet sich in Olching, Landkreis Fürstenfeldbruck, Schloßstr. 169, 82140 Olching-Esting. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 13. Juli 2000. Mit der Geschäftsführung ist derzeit Julia Seiltz (Tel. 08142-65443-0) beauftragt.
Auf der Webseite (http://www.unserland.info/) sind folgende Aussagen nachzulesen: „UNSER LAND hat ein klares Ziel! Die Arbeit des Netzwerkes dient dem Erhalt der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen in der Region. Dies wird durch umfassende Verbraucherinformation, Projektarbeit und mit den Lebensmitteln als Botschafter der Idee erreicht. Hier finden Sie unsere zusammengefasste Information mit Historie (PDF) und der allgemeinen Pressemitteilung (PDF) über das Netzwerk UNSER LAND.“
An anderer Stelle heißt es auf der Webseite unter der Überschrift „Ideen und Ziele: Wir machen das Ziel – die Erhaltung der Lebensgrundlagen – im wahrsten Sinne des Wortes „schmackhaft“: Zu den natürlichen Lebensgrundlagen zählen wir Wasser, Erde, Luft und Energie. Ebenso wichtig sind uns aber auch qualifizierte Arbeitsplätze, menschennahe Versorgungsstrukturen für das tägliche Leben sowie eine lebens- und liebenswerte Kulturlandschaft. Das Netzwerk UNSER LAND bietet dazu ein vielseitiges Angebot an regionalen Lebensmitteln aus den beteiligten Landkreisen. So wird beispielsweise unser tägliches Brot oder das Glas Milch zum Träger dieser Idee und lässt uns mit gutem Gefühl genießen. Der Weg vom Erzeuger über den Verarbeiter bis hin zum Verbraucher ist ehrlich und nachvollziehbar, die Erzeugnisse sind gut für Mensch und Natur. Unsere Erzeuger erhalten einen fairen Preis. Faire Preise sichern Existenzen, stärken die Region und die Vielfalt unserer Heimat. Durch unser alltägliches Verhalten gestalten wir unsere Lebensgrundlagen. Deshalb wollen wir allen VerbraucherInnen die Möglichkeit bieten, durch die Wahl ihrer Lebensmittel zum Schutz dieser Lebensgrundlagen entscheidend beizutragen …“

Am 3.7.2017 heißt es noch auf der eigenen Webseite: „AG BIO Regional Fair erkundet das Fairhandelshaus. Seit über zehn Jahren trifft sich die Arbeitsgemeinschaft bio regional fair. Vom Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. in die Welt gerufen, treffen sich hier verschiedene Initiativen, Organisationen und Gruppen, die sich in den genannten Bereichen engagieren.  Gemeinsames Engagement und reger Austausch kennzeichnen die Arbeitsgemeinschaft. Auch der Dachverein UNSER LAND e.V. ist seit Gründung der AG Mitglied. Die regelmäßigen Treffen erweitern auch das Bewusstsein und Wissen aller Teilnehmer. Anfang Juli lud das Fairhandelshaus in Amperpettenbach die Arbeitsgemeinschaft zu sich ein. Johanna Schiller berichtete über die Entwicklung des fairen Groß- und Einzelhandels seit Gründung des Fairhandelshauses. Bei einer Führung erklärte sie die Abläufe, Lagerhaltung, aber insbesondere auch die Grundlagen und Herausforderungen des Fairen Handels …“. Ebenso am 2.2.2017: „Anerkennung als Werte-Botschafter für die Solidargemeinschaften im Netzwerk UNSER LAND. UNSER LAND tritt an, die Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen in der Region zu erhalten. Umso wichtiger ist es, nachfolgende Generationen für den unschätzbaren Wert dieser Idee zu sensibilisieren …“
Wie sich alle diese Aussagen mit dem offensichtlich geheimgehaltenen konkreten Handeln der UNSER LAND GmbH verträgt, ist nicht nachvollziehbar und erklärungsbedürftig. Auf der Webseite findet sich jedenfalls bis heute kein Hinweis auf den Vertragsabschluss mit Amazon.
Meine und die gut begründete Forderung vieler weiterer Aktivist*innen lautet: Die Kooperation mit dem Handelsriesen Amazon muss schnellstens beendet werden, wenn die Glaubwürdigkeit der jahrelang öffentlich vertretenen Werte und Ziele des Netzwerks „UNSER LAND“ wiederhergestellt und weiterer Schaden abgewendet werden soll. Alle bisherigen positiven Errungenschaften in unserer Region, wie z.B. die Solidargemeinschaften in den umliegenden Landkreisen wie auch die Aktionen „Solidarische Landwirtschaft“, sind durch die Handlungsweise von „UNSER LAND“ in Gefahr gebracht worden. Wir setzen uns weiterhin und jetzt erst recht ein für fairen, regionalen Handel ohne Großkonzerne, den Schutz der berechtigten Interessen der Produzenten (Gärtnereien und bäuerliche Familienbetriebe usw.), der mittelständischen und kleinen Handwerker (Bäcker und Metzger etc.) und Geschäftsleute (Naturkosthandel, Bioläden, Dorfläden, Bauernmarkt, Gaststätten usf.) sowie der ökologisch bewussten Verbraucher*innen und für faire Arbeitnehmerrechte. Das verstehen wir unter Solidarität und Regionalität sowie Einsatz zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen.

Die Bequemlichkeitsoffensive des Amazon-Konzerns für uninformierte Verbraucher*innen darf keinen Erfolg haben. Auf der Webseite der „Aktion Agrar“ (https://www.aktion-agrar.de/amazon/ bzw. https://www.aktion-agrar.de/ohne-amazon/) sind unter dem Motto „Essen ohne Amazon – konzernfrei, vielfältig, selbstbestimmt.“ viele gute Argumente und zu erwartende, unvermeidliche negative Folgen nachzulesen, die gegen eine Handels- und jegliche Geschäftsverbindung mit dem Onlinehandelsriesen Amazon sprechen. Dort können alle Gleichgesinnten die gerade laufende Kampagne gegen den Lebensmittel-Lieferdienst „Amazon fresh“ online unterzeichnen.

Ausstieg wegen Kooperation der UNSER LAND GmbH mit Amazon

Die Bäckerei „Max Wimmer verlässt Brucker Land. Seiner Meinung nach hat sich die Solidargemeinschaft von dem Gedanken der Regionalität entfernt, weil sie mit dem Internethändler kooperiert …“ – Bericht in der Brucker SZ vom 27.2.18.

Leserbrief zum SZ-Bericht vom 27.02.2018
Erst durch den Bericht der SZ wurde ich auf diesen Vorgang aufmerksam, der dankenswerterweise eine mutige, sehr anerkennens- und  unterstützungswerte erste Reaktion eines betroffenen Bäckers aus Fürstenfeldbruck aufgreift.
Aus meiner Sicht ist die Kooperation der UNSER LAND GmbH mit Amazon wegen der damit einhergehenden massiven Verletzung der eigenen Werte und Ziele eine unsägliche Geschichte. Das jahrelange Engagement für eine faire, regionale (Land-)Wirtschaft und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen wird dadurch konterkariert und kommt einer längerfristig unbeabsichtigten Selbstauflösung gleich.
Der Geschäftszweck der Firma UNSER LAND GmbH ist die Regionalvermarktung land- und forstwirtschaftlicher Produkte; die Haupttätigkeit ist der Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln.
Auf der Webseite sind dazu folgende Aussagen nachzulesen: „UNSER LAND hat ein klares Ziel! Die Arbeit des Netzwerkes dient dem Erhalt der Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen in der Region. …“
An anderer Stelle heißt es auf der Webseite u.a. unter der Überschrift „Ideen und Ziele: Wir machen das Ziel – die Erhaltung der Lebensgrundlagen – im wahrsten Sinne des Wortes „schmackhaft“. Zu den natürlichen Lebensgrundlagen zählen wir Wasser, Erde, Luft und Energie. Ebenso wichtig sind uns aber auch qualifizierte Arbeitsplätze, menschennahe Versorgungsstrukturen für das tägliche Leben sowie eine lebens- und liebenswerte Kulturlandschaft. …
Der Weg vom Erzeuger über den Verarbeiter bis hin zum Verbraucher ist ehrlich und nachvollziehbar, die Erzeugnisse sind gut für Mensch und Natur. Unsere Erzeuger erhalten einen fairen Preis. Faire Preise sichern Existenzen, stärken die Region und die Vielfalt unserer Heimat.
Durch unser alltägliches Verhalten gestalten wir unsere Lebensgrundlagen. Deshalb wollen wir allen VerbraucherInnen die Möglichkeit bieten, durch die Wahl ihrer Lebensmittel zum Schutz dieser Lebensgrundlagen entscheidend beizutragen. …“
Wie sich alle diese begrüßenswerten Aussagen mit dem offensichtlich geheimgehaltenen konkreten Handeln der UNSER LAND GmbH verträgt, ist für mich nicht nachvollziehbar und erklärungsbedürftig. Auf der Webseite befindet sich jedenfalls bis heute kein Hinweis auf den Vertragsabschluss mit Amazon.
Meine und die gut begründete Forderung vieler weiterer umweltbewusster Aktivist*innen lautet: Die Kooperation mit dem Handelsriesen Amazon muss schnellstens beendet werden, wenn die Glaubwürdigkeit der jahrelang öffentlich vertretenen Werte und Ziele des Netzwerks „UNSER LAND“ wiederhergestellt und weiterer Schaden abgewendet werden soll.
Alle bisherigen positiven Errungenschaften in unserer Region, wie z.B. die Solidargemeinschaften in den umliegenden Landkreisen wie auch die Aktionen „Solidarische Landwirtschaft“, sind durch die Handlungsweise von „UNSER LAND“ in Gefahr gebracht worden. Die Bequemlichkeitsoffensive des Amazon-Konzerns für uninformierte Verbraucher*innen wird in Zukunft einen enormen Druck u.a. auf die regionalen, mittelständischen und kleinen Produzenten und Händler bewirken, dem kaum zu widerstehen ist. Viele werden ihre Existenzen und Arbeitnehmer*innen werden ihren gewohnten Arbeitsplatz verlieren, mit dem sie zufrieden waren, und in schlechter bezahlte, prekäre Arbeitsverhältnisse abrutschen.
Auf der Webseite der „Aktion Agrar“ ( https://www.aktion-agrar.de/amazon/ bzw. https://www.aktion-agrar.de/ohne-amazon/) sind unter dem Motto „Essen ohne Amazon – konzernfrei, vielfältig, selbstbestimmt.“ viele gute Argumente und zu erwartende, unvermeidliche negative Folgen nachzulesen, die gegen eine Handels- und jegliche Geschäftsverbindung mit dem internationalen Onlinehandelsriesen Amazon sprechen. Dort können alle Gleichgesinnten die gerade laufende Kampagne gegen den Lebensmittel-Lieferdienst „Amazon fresh“ online unterzeichnen..
Rudolf H. Ende

Ein weiterer Beirat für den Stadtrat – wird er gehört werden?

Vor allem auf Betreiben des Bund Naturschutz FFB/Emmering hat sich die Brucker Stadtverwaltung entschlossen, einen Umweltbeirat einzurichten, wie er im Landkreis bereits in Germering, Eichenau und Puchheim existiert. Am 18.2.18 meldete die Brucker SZ: „Der Umweltausschuss hat sich auf Antrag von Mirko Pötzsch (SPD) einstimmig für die grundsätzliche Einberufung eines solchen Fachbeirats ausgesprochen“.

Nahverkehr geht besser

Neuer Beitrag der SZ-Serie „Nahverkehr weltweit“ vom 11.2.18: Die Wiener „Öffis“ kosten nur einen Euro am Tag. Der Nahverkehr in Österreichs Hauptstadt ist vorbildhaft. Die Verkehrsbetriebe tun viel dafür, dass das so bleibt … Wesentlich beigetragen zum Anstieg der Fahrgastzahlen hat eine Maßnahme der rot-grünen Stadtregierung, die in Europa einzigartig ist: Das Jahresticket für das gesamte Netz kostet nur 365 Euro. Ein Euro pro Tag. Da lohnt sich selbst das Schwarzfahren kaum, das allerdings auch relativ drakonisch sanktioniert wird: mit einem Bußgeld von 105 Euro. Mittlerweile nutzen 760 000 Wiener das Jahresticket. Doppelt so viele sind das wie vor der Einführung des Angebots 2012. „Das ist ein unfassbarer Erfolg“, meint Amann. Nebenher sorgt Rot-Grün allerdings auch noch dafür, dass das Autofahren weniger Freude macht, vor allem wegen der Parkplatzsuche. In den Innenstadtbezirken sind flächendeckend nur noch sündhaft teure Kurzparkzonen ausgewiesen … Der Nahverkehr gehört zur Lebensqualität in Wien. Ein Auto braucht hier nur, wer raus will aus der Stadt, zum Wandern beispielsweise. Doch selbst das lässt sich oft schon mit öffentlichen Verkehrsmitteln machen …
Berichte und Diskussion in den Medien:
In Deutschland denkbar? „Null-Tarif im Nahverkehr? Bundesregierung schlägt in Brief an EU-Kommission den kostenlosen ÖPNV als Maßnahme gegen die zu hohe Stickoxidbelastung vor. In der geschäftsführenden Bundesregierung wird offensichtlich über einen Null-Tarif im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) nachgedacht. Das berichteten am Dienstag verschiedene Medien …
Öffis gratis nutzen: Überraschender Vorstoß in der Debatte über bessere Luft in Städten. Die Bundesregierung erwägt, Länder und Kommunen finanziell zu unterstützen – wenn diese einen kostenlosen Nahverkehr einführen. Interessanter Bericht auf 3sat/nano.
Was ist dran an der Idee der Bundesregierung, den ÖPNV zum Nulltarif anzubieten?
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/tallinn-statt-templin
Franz Alt: Kaum diskutiert die Bundesregierung eine neue zukunftseisende, ökologisch interessante und sozial fortschrittliche Idee, schlägt die Stunde der ewigen Bedenkenträger: Kostenloser Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV) – wer soll das denn bezahlen? Wie sollen die Kosten zwischen Bund, Ländern und Kommunen aufgeteilt werden? Kann der Öffentliche Nahverkehr überhaupt noch ausgebaut werden ohne überlastet zu sein?
https://www.heise.de/tp/features/Geht-Oeffentlicher-Nahverkehr-auch-kostenlos-3970531.html
ÖPNV-Nulltarif: Geld ist nicht das Problem
Bundesregierung hatte ihren Vorschlag offensichtlich nicht besonders ernst gemeint, aber der Geist ist aus der Flasche
https://www.heise.de/tp/news/OePNV-Nulltarif-Geld-ist-nicht-das-Problem-3969938.html
Die Bundesregierung erwägt einen kostenlosen Nahverkehr. Kommunen im In- und Ausland haben das bereits ausprobiert und ein Problem entdeckt: Das Konzept ist zu erfolgreich.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kostenloser-nahverkehr-deutschland-bundesregierung-1.3866986

Alternatives aus CSU-Kreisen

Brucker SZ am 25.1.18: Kritik, Hohn und Spott für die Puchheimer CSU – Katrin Staffler und Ramona Weiß gehen vorsichtig auf Distanz zum Auftritt eines sogenannten Klimaskeptikers … Nächste Woche hat die Puchheims CSU Klaus Ermecke eingeladen, der unter dem Titel „Öko-Kult: Opfern wir dafür unsere Zivilisation?“ über Energie, Erdwärme und Klima sprechen soll …
Kommentar in der Brucker SZ am 25.1.18: Der Mann bestreitet den Treibhauseffekt rundweg und behauptet, die Erwärmung oder Abkühlung der Erde hänge davon ab, wie lange und oft der Himmel blau ist. Seit dem Jahr 2000 sei es stärker bewölkt und darum kälter geworden …

Prozess oder Abmahnung?

Die Brucker SZ berichtete am 18.1.18 über den Stand der Ermittlungen in Sachen Schlachthof: „Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Brucker Schlachthofs wegen des Verdachts der Tierquälerei noch längst nicht abgeschlossen … Nun müssten weitere Ermittlungen angestellt werden, so würde man nun eine Reihe von Personen vernehmen … Die Soko Tierschutz befürchtet, dass nur einzelne Verstöße im Brucker Schlachthof geahndet werden. Die Aktivisten sehen aber das ganze System der elektrischen Betäubung auf dem Prüfstand … Die Soko Tierschutz hofft, dass die Brucker Vorgänge nicht per Bescheid geahndet werden, sondern es zu einem Prozess kommt.“

Statements von Thomas Brückner auf dem Fest zum 25-jährigen Bestehen des „Verkehrsforum FFB“

Bericht in der Brucker SZ vom 12.11.17: „163 Einzelmaßnahmen haben wir in dieser Zeit mit der Stadt zusammen bewältigt“, bilanzierte Brückner positiv … „105 Probleme haben wir noch zu bearbeiten“ … Größter Erfolg des Verkehrsforums war sicherlich die Ablehnung der Deichenstegstrasse durch den Bürgerentscheid gewesen … Brückner plädierte unter anderen in der Schöngeisinger und Puchher Straße für eine bauliche Umgestaltung im Sinne von Shared Space. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer mit maximal Tempo 15 würden sich dann dort gleichberechtigt bewegen. Das wäre „eine Rückeroberung des Straßenraumes als innerstädtischer Lebenstraum zum Verweilen, Bummeln oder Kaffeetrinken“, formuliert das Verkehrsforum die To-Do-Liste. Ein Foto der Shared Space-Zone von Freising sollte quasi zum Nachmachen animieren … Schöngeisinger Straße/Ecke Hauptstraße würde den Verkehr nicht mehr packen. „Ein Kreisel dort würde den ständigen Stau auflösen“.
Kommentar: Schön wäre es, wenn der „Shared Space“ nicht wieder vorwiegend dem „Shopping“ diente, sondern vorwiegend die Lebensqualität der Bewohner dieser Straßenzüge heben würde. Definitionen und Infos zum Begriff der „Lebensqualität“ können hier und hier nachgelesen werden.
Das Brucker Tagblatt schrieb am 14.11.17: Mittlerweile eine etablierte Stimme in der Verkehrspolitik, haben die engagierten Bürger zu vielen Themen eine klare Meinung und ecken damit auch immer wieder an … Die Verkehrssicherheit hat das parteiunabhängige Gremium auch ein Vierteljahrhundert später noch im Auge … Verkehrsberuhigte Zonen und Einbahnstraßen stehen seit langer Zeit auf der Agenda des Verkehrsforums.

 

Verkehrsforum FFB … und kein Ende

25 Jahre „Verkehrsforum FFB“ … und kein Ende. Das Forum feiert sein 25-jähriges Jubiläum am Fr, 10.11., 19 Uhr, in den Räumen der Volkshochschule, Niederbronner Weg 5, FFB. Eine für alle offene Veranstaltung. Nach einem Grußwort des Oberbürgermeisters Erich Raff folgt ein etwa halbstündiger Vortrag über Aktivitäten, Erfolge und Misserfolge der Vereinsarbeit in den letzten 25 Jahren und ein Blick auf aktuelle Projekte und Vorschläge für Bruck. Als Gastreferent kommt zudem Herrn Hermann Seifert (Stabsstelle ÖPNV im Landratsamt), der geplante Entwicklungen im ÖPNV im Landkreis vorstellen wird. Im Anschluss Eröffnung der Ausstellung „25 Jahre VERKEHRSFORUM FFB … und kein Ende“, die auch einen Blick über die Brucker Stadtgrenze hinaus nach Holland und Kopenhagen wirft. Bei Snacks und Getränken bleibt ausreichend Zeit und Raum für Gespräche. Feiern Sie mit! Veranstalter: VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK – Alexa Zierl, Thomas Brückner und Martin Haisch.
„Unser Engagement in den letzten 25 Jahren war komplex und vielfältig“. – Die umfangreiche Übersicht.