Markiert: Umweltschutz

Statements von Thomas Brückner auf dem Fest zum 25-jährigen Bestehen des „Verkehrsforum FFB“

Bericht in der Brucker SZ vom 12.11.17: „163 Einzelmaßnahmen haben wir in dieser Zeit mit der Stadt zusammen bewältigt“, bilanzierte Brückner positiv … „105 Probleme haben wir noch zu bearbeiten“ … Größter Erfolg des Verkehrsforums war sicherlich die Ablehnung der Deichenstegstrasse durch den Bürgerentscheid gewesen … Brückner plädierte unter anderen in der Schöngeisinger und Puchher Straße für eine bauliche Umgestaltung im Sinne von Shared Space. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer mit maximal Tempo 15 würden sich dann dort gleichberechtigt bewegen. Das wäre „eine Rückeroberung des Straßenraumes als innerstädtischer Lebenstraum zum Verweilen, Bummeln oder Kaffeetrinken“, formuliert das Verkehrsforum die To-Do-Liste. Ein Foto der Shared Space-Zone von Freising sollte quasi zum Nachmachen animieren … Schöngeisinger Straße/Ecke Hauptstraße würde den Verkehr nicht mehr packen. „Ein Kreisel dort würde den ständigen Stau auflösen“.
Kommentar: Schön wäre es, wenn der „Shared Space“ nicht wieder vorwiegend dem „Shopping“ diente, sondern vorwiegend die Lebensqualität der Bewohner dieser Straßenzüge heben würde. Definitionen und Infos zum Begriff der „Lebensqualität“ können hier und hier nachgelesen werden.
Das Brucker Tagblatt schrieb am 14.11.17: Mittlerweile eine etablierte Stimme in der Verkehrspolitik, haben die engagierten Bürger zu vielen Themen eine klare Meinung und ecken damit auch immer wieder an … Die Verkehrssicherheit hat das parteiunabhängige Gremium auch ein Vierteljahrhundert später noch im Auge … Verkehrsberuhigte Zonen und Einbahnstraßen stehen seit langer Zeit auf der Agenda des Verkehrsforums.

 

Verkehrsforum FFB … und kein Ende

25 Jahre „Verkehrsforum FFB“ … und kein Ende. Das Forum feiert sein 25-jähriges Jubiläum am Fr, 10.11., 19 Uhr, in den Räumen der Volkshochschule, Niederbronner Weg 5, FFB. Eine für alle offene Veranstaltung. Nach einem Grußwort des Oberbürgermeisters Erich Raff folgt ein etwa halbstündiger Vortrag über Aktivitäten, Erfolge und Misserfolge der Vereinsarbeit in den letzten 25 Jahren und ein Blick auf aktuelle Projekte und Vorschläge für Bruck. Als Gastreferent kommt zudem Herrn Hermann Seifert (Stabsstelle ÖPNV im Landratsamt), der geplante Entwicklungen im ÖPNV im Landkreis vorstellen wird. Im Anschluss Eröffnung der Ausstellung „25 Jahre VERKEHRSFORUM FFB … und kein Ende“, die auch einen Blick über die Brucker Stadtgrenze hinaus nach Holland und Kopenhagen wirft. Bei Snacks und Getränken bleibt ausreichend Zeit und Raum für Gespräche. Feiern Sie mit! Veranstalter: VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK – Alexa Zierl, Thomas Brückner und Martin Haisch.
„Unser Engagement in den letzten 25 Jahren war komplex und vielfältig“. – Die umfangreiche Übersicht.

Erneut Baumkahlschlag in Bruck?

Die Brucker SZ berichtete am 3.11.2017: Bund Naturschutz will 70 Bäume an der Industriestraße retten. 70 Bäume sollen für drei große Neubauten auf dem Gelände an der Industriestraße im Brucker Westen gefällt werden. Dort sollen neben dem Einkaufscenter weitere Geschäfte und Wohnungen entstehen. Der Bund Naturschutz (BN) protestiert und fordert die Stadt auf, die Bebauungspläne so zu ändern, dass der Kahlschlag unterbleibt …
Die Stellungnahme des Bund Naturschutz ist hier zu lesen.

Trend zur Versiegelung – nicht nur in Puchheim

Das Brucker Tagblatt berichtete am 29.10.17: „Puchheim will seine Grünflächen erhalten“. Doch das geltende Baurecht reicht dafür nicht aus. Flächen versiegeln ist auch Privatleuten erlaubt und Vorgärten sind nicht vorgeschrieben. Eine spezielle Satzung umgeht in München dieses Problem: „Deren Freiflächengestaltungssatzung gibt unter anderem vor, dass Flachdächer und großflächige Außenwände zu begrünen sind. Letztere zum Beispiel mit Kletterpflanzen. Für jeweils fünf Stellplätze ist zudem ein großer Laubbaum vorgeschrieben. Zufahrten sind auf ein Minimum zu beschränken. Außerdem sollen diese in der Regel wasserdurchlässig sein.“ Die Puchheimer CSU bezweifelt „ob ein solches Instrument für die Stadt Puchheim hilfreich sein kann“. Außerdem könnten auch Steingärten schön sein und Vorgärten in Puchheims Einkaufsmeile seien eher hinderlich. Ist das so zu verstehen, dass Rasenboden und Bepflanzungen die Geschäfts- und Konsumvorgänge in Puchheims Einkaufsstraße behindern könnten, weil der Raum fürs Parken von Autos und Fahrrädern darunter leiden würde? Denn ästhetische Gründe kann die Ablehnung einer „Freiflächengestaltungssatzung“ kaum haben. Die übrigens auch gesundheitliche Effekte hätte: Begrünung schluckt bekanntlich Feinstaub und Stickstoffdioxid und senkt sommerheiße Temperaturen. Wenn man es richtig macht. Hierfür liegen Forschungsergebnisse vor. Letztlich senkt das auch die Kosten erwartbarer Negativfolgen, setzt man Einkaufsstraßen den Umweltbelastungen schutzlos aus. Nach Schätzungen der EU-Kommission kosten die Mikropartikel in der Luft jährlich 300.000 Europäern das Leben.
Fakten über »Green City Solutions«: hier und hier.

Bund Naturschutz: „Schleifring lässt abholzen“

Pressemitteilung des Bund Naturschutz – Ortsgruppe FFB: Warum diese Empörung vieler Brucker Stadträte? Da werden Krokodilstränen vergossen, weil die Fa. Schleifring auf ihrem Grundstück in der Hasenheide den bestehenden Wald komplett hat abholzen lassen, um dort Parkplätze einzurichten. Sowohl Forstamt als auch der Bund Naturschutz haben sich in ihren Stellungnahmen vehement gegen eine Abholzung dieser siedlungsnahen Waldflächen ausgesprochen. Ihre Funktionen als Lärmschutzwald, lokaler Klimaschutzwald und Erholungswald sind auch im Flächennutzungsplan der Stadt FFB festgelegt. Seit Jahren genehmigt der Stadtrat Bebauungspläne, die das Fällen vieler Bäume, sogar die Rodung von wertvollen und schützenswerten Waldstücken und Parkanlagen beinhalten. Zu nennen sind die Erweiterung der Fa. Schleifring 2007, der Bau der psychiatrischen Klinik, die erneute Ausdehnung der Fa. Schleifring, die Fällungen im Kester-Häusler-Park, etc. Und es soll so weitergehen. In der Industriestraße sollen 70 Bäume der Umgestaltung des Areals zum Opfer fallen und auch beim Bauvorhaben in der Senserbergstrasse werden weitere Bäume gefällt werden. Bei all diesen Baumaßnahmen hat der Stadtrat die zentrale Vorgabe des Bundes-Naturschutzgesetzes verletzt. Es heißt dort im § 13 Allgemeiner Grundsatz: Erhebliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind vom Verursacher vorrangig zu vermeiden. Die Ortsgruppe FFB des Bund Naturschutz hat sich in Stellungnahmen, Ortsbesichtigungen, einem Pressegespräch und auch in Gesprächen mit den Fraktionen des Stadtrates gegen diese Fällungen ausgesprochen und auch auf Alternativen hingewiesen. Ohne Erfolg! Dem Stadtrat war das Wohl der Unternehmen und Investoren wichtiger als das seiner Bewohner und der Umwelt. Wir haben die umfangreichen Rodungen abgelehnt, weil dadurch Teile des Brucker Grünzugs verloren gingen. Bäume, Sträucher und Grünflächen sind in Bezug auf das Kleinklima von immenser Bedeutung, als Korridor für die Frischluftzufuhr und Kühlfunktion der Wohngebiete, aber auch für die Vernetzung von Flora und Fauna. Wälder und Bäume dienen dazu, die Anwohner in den Städten vor den Einflüssen der zunehmenden Umweltverschmutzung und des Klimawandels mit seinen längeren Hitzeperioden zu schützen. 2016 war das bislang wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globalen Temperaturen lagen um 0,94 Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Es war damit das dritte Rekordjahr in Folge (SZ 18.1.17). Bäume und Sträucher dienen der Luftverbesserung und der Lärmminderung. Um diese Schutzfunktion erfüllen zu können, benötigen die Grünzüge eine zusammenhänge Fläche. Entscheidend ist auch die Verteilung der Grünflächen. Studien haben ergeben, dass der Abkühlungseffekt (selbst) eines großen Parks ein, zwei Straßen weiter schon nicht mehr messbar ist. Mehrere kleine Grünflächen und Straßenbäume, gleichmäßig auf die Stadt verteilt, verbessern das Stadtklima nachhaltiger. Dem Erhalt von alten Bäumen mit entsprechend großen Kronen ist deshalb Vorrang einzuräumen vor einem Ersatz durch Neuanpflanzungen! Neuanpflanzungen als Ausgleich außerhalb der Stadt verbessern das Klima in der Stadt nicht. Wälder, alter Baumbestand und Grünflächen in der Stadt gewinnen deshalb immer größere Bedeutung. Sie sind nicht nur ein Naherholungsgebiet für uns Menschen, sie leisten auch einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Klimaschutz. Wir fordern deshalb den Stadtrat auf, bei Bauvorhaben, dem Grundsatz des Naturschutzgesetzes Rechnung zu tragen und alternativen Planungen, die Bäume und Grünzüge erhalten, den Vorzug zu geben.
Bund Naturschutz Ortsgruppe Fürstenfeldbruck / Emmering: Friedrich Meyer-Stach, Ortsvorsitzender, Zeppelinstraße 10, 82256 Fürstenfeldbruck, Tel.: 08141 20668

Rüstungsfirma Schleifring führt Regie in Bruck

Meldung in der Brucker SZ vom 19.10.17: Schleifring hat im Gewerbegebiet Hasenheide mehr als einen Hektar Wald gerodet, um dort vor allem Stellplätze anzulegen. Viele Stadträte sind empört und werfen dem Unternehmen vor, sich nicht an Vereinbarungen zu halten … Die von Schleifring beantragte Fällung von vier weiteren Eichen am nördlichen Straßenrand wurde abgelehnt – als Hebel für weitere Verhandlungen … Die Stadträte jedenfalls hatten es erklärtermaßen so gemeint, dass auch die Bäume nur dort Stück für Stück gefällt werden … Die Fällung von vier um die 40 Jahre alten Eichen, die auf dem nördlichen Firmenareal zwei geplanten Zufahrten im Wege stehen würden, wurde von einer großen Mehrheit aber untersagt … Am südlichen Rand der Maisacher Straße sind auf einem großen Grundstück die Bäume gefällt worden … Schleifring hat im Gewerbegebiet Hasenheide mehr als einen Hektar Wald gerodet, um dort vor allem Stellplätze anzulegen … Weil man aber „heute nicht mehr viel zurückdrehen“ könne (Hans Schilling, CSU), will eine deutliche Mehrheit der Stadträte bei Anliegen der Firma Schleifring künftig sehr restriktiv sein – wohl wissend, dass man es sich schwerlich leisten kann, einen der wichtigsten Gewerbesteuerzahler der Stadt ganz zu verprellen. Gleichwohl soll nun Spielraum für Nachverhandlungen ausgelotet werden …
Ausgleichsangebot der Stadt: Ihr unterschreibt einen städtebaulichen Vertrag über ein Parkdeck, wir helfen euch und genehmigen auch die Fällung der vier Eichen … Offen ist, ob sich Schleifring auf so einen Deal einlässt, würde der doch die Baukosten in die Höhe treiben.
Aus einem Kommentar der Brucker SZ vom 19.10.17: Die Firma Schleifring hat auf ihrem Grundstück flächendeckend abgeholzt und damit den Stadtrat richtig vorgeführt. Wer eine Regelung verabschiedet, die sinngemäß lautet, die Bäume dürfen nach Bedarf umgehauen werden, hat nichts anderes verdient … Bereits 2007 hat die Mehrheit einer Erweiterung von Schleifring zugestimmt, damals um etwa 11 000 Quadratmeter, jetzt um zwei Flächen mit insgesamt 14 000 Quadratmetern. Ausgleichsflächen kann man sowieso vergessen, denn für Naturzerstörung und Versiegelung gibt es keinen Ausgleich, allenfalls einen Ablasshandel oder Alibiaktionen wie die Teilnahme eines Schleifring-Teams beim Stadtradeln. Der Kahlschlag wird weitergehen, demnächst auch nebenan auf dem Fliegerhorst-Gelände, wo ein schöner Wald verwertet werden will.

Wasserrecycling könnte 96 % des Wasserverbrauchs abdecken

Das Brucker Tagblatt meldete am 12.10.17: Die Gemeinde Emmering hat 2016 350 Millionen Liter Wasser verbraucht. Für die Toilette, Duschen oder Waschen braucht jeder Emmeringer rund 125 Liter täglich … Die Wasserqualität ist sehr gut. Die Nitratbelastung des Grundwassers ist für Emmering ebenfalls kein Problem … 36 Prozent für Baden und Duschen, 27 Prozent für die Toilette, zwölf Prozent für Wäschewaschen und jeweils sechs Prozent für Geschirr spülen und Garten- beziehungsweise Autopflege … Lediglich vier Prozent dienen Essen und Trinken … „Wir haben es hier mit sogenanntem Tertiärwasser zu tun. Das heißt, es ist über 100 Jahre alt und so frei von Pflanzenschutzmitteln oder Nitratverunreinigungen.“ – „Das sollte man sich mal vor Augen halten, wie viel wir tatsächlich vom Frischwasser zum Trinken verwenden. Alles andere könnte man mit einem nicht so reinen Wasser auch machen“, berichtete Erich Eggerstorfer von der Energie Südbayern.
Es gibt alternative Wassernutzungsmöglichkeiten, um die erdgeschichtlich wertvollen Wasservorräte unter unseren Böden vor Verschmutzung und letzlich Vernichtung zu schonen bzw. zu retten. Eine fachlich versierte Darstellung: „Perspektiven für neue Abwasserkonzepte“, von Ralf Otterpohl, Technische Universität Hamburg-Harburg. Kapitel in seinem Bericht: Willkommen in der Zukunft – Null-Emissions-Konzepte in der kommunalen Abwasserwirtschaft, Nachteile der konventionellen Abwasserwirtschaft, Regionalplanung in der Abwasserwirtschaft, Grundlegende Betrachtungen zum Modell der Sanitärsysteme mit Teilstrombehandlung und zum richtigen Wassermanagement, Kostengünstige wartungsarme vor-Ort-Systeme, Verbesserung der bestehenden Abwasserinfrastruktur.

Nie mehr Militärflugplatz Fürstenfeldbruck?

Die Brucker SZ meldete am 9.10.17: Norman Dombo, seit 25 Jahren Vorsitzender der 1992 gegründeten Bürgerinitiave gegen Fluglärm, lädt zum „Freitag, 13. Oktober, ins Bürgerzentrum Gernlinden zur letzten Jahreshauptversammlung, in der sich die Initiative selbst auflösen wird.“ Der Grund: „Am letzten Tag des Jahres 2015 hat das letzte Flugzeug den ehemaligen Militärflugplatz Fürstenfeldbruck verlassen … Die Bürgerinitiative zählte in ihrer aktivsten Zeit in den Neunzigern laut dem Vorsitzenden Dombo mehr als 1400 Mitglieder. Außerdem sei der Maisacher Verein die erfolgreichste Bürgerinitiative gegen Fluglärm in ganz Deutschland, sagt er, da der Widerstand der Bürger Früchte gertragen habe … „Es ging wirklich darum, etwas für die Allgemeinheit zu tun.“ Er wollte die Lebensqualität seiner Mitbürger steigern. Die Initiative habe dann auch starken Rückhalt in der Bevölkerung erfahren … Die Auflösung des Flugplatzes sei jedoch eine politische Entscheidung gewesen. „Was wäre, wenn sich eine neue politische Mehrheit finden würde?“, warnt Dombo … Das Thema sei aber „niemals gänzlich vom Tisch“.
Kommentar: Damit hat er recht, denn die aktuell kriegerischen Zeiten brigen so manchen Politiker auf den seltsamen Gedanken, die kriegerischen Zerstörungskräfte unserer Welt seien noch nicht groß genug. Erhöhungen der Rüstungsetats seien notwendig. Ja, sogar der Ankauf alten Düsenjäger-Schrotts sei opportun. Soll so die Wehrbereitschaft der Bevölkerung gestärkt werden und der Bundeswehr städtisches Geld zufließen, um mehr Waffen kaufen zu können?

Mensch und Natur. Verträgt sich das?

Auf dem Gelände des Fliegerhorsts wird das Miteinander von anscheinend Unvereinbarem geplant und geprobt. Merkwürdige Konstellationen ergeben sich, Widersprüchliches entsteht, Kurioses kündigt sich an. Wir zitieren in Kursiv-Schrift aus einem umfangreichen und faktenreichen Bericht des Brucker Tagblatts vom 29.9.17 und äußern dazu ein paar unbotmäßige Gedanken:
Am alten Flugplatz bei Maisach wird gebaut. Nein, noch nicht die Umfahrung und erst recht nicht die Trabrennbahn. Es wird die Natur umgebaut.
Ach so, nur die Natur, die hier längst nicht mehr natürlich ist. Jetzt wird die umgebaute Natur erneut umgebaut. Zu wessen Nutzen?

Nirgendwo in Südbayern gibt es zusammenhängende Wiesenflächen in vergleichbarer Größe. Deshalb und wegen des Artenreichtums wurde das Gebiet im Jahr 2004 vom Freistaat Bayern als sogenanntes Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Gebiet nachgemeldet … in einem FFH-Gebiet stehen Pflanzen, Tiere und deren Lebensräume unter besonderem Schutz.
Soll heißen, dort darf „die Natur“ nicht durch menschliche Eingriffe verändert werden. Es sei denn, die Obrigkeit will es, weil sie meint, dass sie Höherem im Wege steht.

Der Mensch greift in die Natur ein und macht sie damit zu einer besseren Natur? Hört sich unlogisch an … „Aber man darf nicht vergessen: Das hier ist keine Natur. Das sind von Menschen gemachte Lebensräume.“
Hiermit sind nun die Flächen außerhalb des FFH-Gebietes gemeint, die tier- und pflanzengerecht gepflegt und gehegt werden sollen. Bis eine gegenteilige Order zu Baumaßnahmen führt. Dazu kann es irgendwann kommen.

Durch den Rückbau von Rollbahnen kommen rund sechs Hektar neue Wiese hinzu … Die Wiesen im Nordteil des Flugplatzes werden gepäppelt … Die neue Staatsstraße wird zu beiden Seiten eingezäunt sein. Im Norden, um das FFH-Gebiet zu schützen, im Süden als Abgrenzung zum Fahrsicherheitszentrum von BMW und Polizei. Generell wird das ganze FFH-Gebiet auch künftig von einem Zaun umgeben sein.
Grenzzäune zum Schutz der Natur vor den Menschen oder zum Schutz der Menschen vor der Natur? Es zeigt sich:

… dass zuletzt ziemlich viele Rehe abgeschossen werden mussten – BMW sehe die Tiere ungern über die Teststrecke springen.
Nun wissen wir’s: Es sind die Unternehmensinteressen, die nicht gestört werden dürfen. Man weiß ja: „Das Kapital ist ein scheues Reh“ – das sich hier vor den wilden Artgenossen abgrenzen muss. Wir hier, ihr dort. Man stärkt die Grenzkontrollen, um das Einddringen und die illegalen Aktivitäten der fremdartigen Lebewesen zu verhindern. Gerne auch mit Gewalt.

„Da hat damals keiner daran gedacht, dass das zu Konflikten führen könnte“.
Also wurde nachgebessert und die Grenzanlage perfektioniert. Jetzt ist das besetzte Gebiet sicher.

Wenn jetzt mancherorts gejammert wird, dass eine Staatsstraße und eine Trabrennbahn am FFH-Gebiet gebaut werden, dann kontert Schober: „Bis jetzt hat sich kein Mensch um das Gebiet gekümmert.“ Erst durch die geplante Nachnutzung erfolge jetzt die Aufwertung der Flächen.
Immer noch wird das „Kümmern“, die „Aufwertung“ durch private „Nachnutzung“ nicht allseits akzeptiert? Der Widerspruch zwischen Mensch und Natur  wird gelöst, indem man die Aufwertung der Kümmerer vor wildwucherndem Naturgeschehen abgrenzt und sie den Menschen erfahrbar und nachvollziehbar, ja akzeptabel darreicht:

Auf irgendeine Weise muss das Areal für die Bevölkerung geöffnet werden. Man muss den Leuten nahe bringen, was hier passiert“, sagt Schober.
Das Ergebnis darf begutachtet, der Naturbetrachtung geöffnet werden: „Seht nur, wie einträchtig und friedlich nicht Vereinbares nebeneinander her existieren kann, solange die lästige Natur nicht unseren profitlastigen Plänen in die Quere kommt“.

Gedacht wird deshalb an einen Aussichtsturm am Rande des alten Flugplatzes. Möglich wären auch Führungen mit Ornithologen und anderen Experten.
So wird der Blick über den Grenzzaun hinüber ins feindliche Lager zum touristischen Highlight für die staunende Bevölkerung. Kindergarten- und Schulkinder werden große Augen machen und erschrocken weinen, wenn sie die anstürmenden Tierkörper sehen, die verzweifelt versuchen, die Grenzanlagen zu überwinden. Oder gähnen, wenn sich „drüben“ (erb)ärmlicherweise so gar nichts regt und nur Gras und Bäume zu sehen sind. Da fehlt dann nur noch der Klingelbeutel.

Mit dem Lärm manchmal quietschender Reifen (von BMW), dem Verkehr einer Umfahrung und zu einer Trabrennbahn könne man vergleichsweise leben.
„Schaut mal, Kinder“, wird es heißen: „So oder so ähnlich sah Natur mal aus. Aber bitte nur schauen und die lieben Tiere nicht stören! Und vom Lärm hinter euch lasst ihr euch dabei bitte nicht ablenken!“ Denn:

„Hier am alten Flugplatz im Süden von Maisach ist man mitten in der Natur – und doch auch wieder nicht.“
Und zum guten Schluss wird es heißen: „Danach, liebe Kinder, schauen wir uns noch das Düsenjäger-Denkmal an und gehen ins Militärmuseum. Damit ihr wisst, wozu wir Menschen noch alles fähig sind!“

Fragen an die Bundestagskandidaten unseres Wahlkreises

Wir informieren über Aktive aus drei Initiativen, die sich für die Wahl von Bundestagskandidaten einsetzen, denen Demokratie, Sozialpolitik, Ökologie und Frieden ein ehrliches Anliegen sind:
FFB aktiv, Mehr Demokratie eV, DiEM25-Gemeinschaft München.
„FFB aktiv“ mit Fragen der Initiative „ICAN – atomare Abrüstung“www.nuclearban.de
ICAN Deutschland ist der deutsche Zweig der weltweit aktiven Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen. Aktion: „Schreiben Sie an Ihre Bundestags-Kandidaten in Ihrem Wahlkreis!“ – Deutschland soll dem Vertrag beitreten. Die Vereinten Nationen haben im Juli ein internationales Atomwaffenverbot beschlossen. Ab dem 20. September kann es von Staaten unterzeichnet werden. Setzen Sie sich dafür ein, dass Deutschland mit dabei ist. Über die ICAN-Webseite konnten nicht alle B-Kandidaten kontaktiert werden. Wir von FFBaktiv haben deshalb den weiteren Kandidaten – soweit uns ihre Kontaktdaten bekannt waren – diese Fragen zugesandt. Auf der Webseite https://nuclearban.de sind sie dokumentiert.
Hier unsere Anfrage: Liebe Bundestagskandidaten, der Herausgeberkreis des Portals „Fürstenfeldbruck aktiv – Information und Diskussion für eine gemeinwohlorientierte Stadt- und Landpolitik“ – www.ffbaktiv.de – wendet sich mit einer Bitte an Sie. ICAN Deutschland – www.icanw.de – ist der deutsche Zweig der weltweit aktiven Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen. Gestartet wurde eine Fragenaktion an die Bundestagskandidaten eines jedes Wahlkreises. Auf der Webseite https://nuclearban.de ist sie dokumentiert. Leider können über die Webseite nur fünf Kandidaten angeschrieben werden. Deshalb wollen wir die die Frage an die weiteren Kandidaten, deren Emailkontaktadresse wir kennen, weiterreichen. Wir würden uns freuen, wenn uns Ihre Antwort bis zum Wochenende erreicht. Wir veröffentlichen Ihre Antworten auf unserer News-Blog-Seite.
Hier der Fragetext von ICAN Deutschland: Es geht um ein Thema, das in der Öffentlichkeit zwar nur selten diskutiert wird, aber von entscheidender Bedeutung für den Weltfrieden und die Zukunft der Menschheit ist: Atomwaffen. Am 7. Juli 2017 hat die Mehrheit der Vereinten Nationen einen Vertrag beschlossen, der diese Massenvernichtungswaffen ächtet. Leider ist Deutschland bisher nicht dabei, obwohl sich Bundesregierung und Bundestag zu dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt bekennen. Auch eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung (93 Prozent) ist für ein internationales Atomwaffenverbot. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes schreibt zu dem Abkommen: „Die historische Bedeutung des Vertrages kann nicht überbewertet werden. Er ist ein wesentlicher und lang erwarteter Schritt auf dem Weg zu einer Zukunft frei von Atomwaffen.“ Auch Friedensorganisationen wie ICAN und IPPNW sehen in dem Abkommen einen Meilenstein. Dass mehr als 120 Länder dafür gestimmt haben, zeigt, dass die internationale Staatengemeinschaft Atomwaffen nicht länger akzeptieren will und ihnen jegliche Legitimität abspricht. Daher schreibe ich Ihnen als Kandidat/in bei der Wahl zum Deutschen Bundestag: Bitte setzen Sie sich in der kommenden Legislatur dafür ein, dass Deutschland dem Vertrag beitritt. Der Vertrag untersagt ausdrücklich die Verfügung über Atomwaffen anderer Staaten und deren Stationierung sowie alle Hilfeleistungen für unter dem Vertrag verbotene Aktivitäten. Somit ist es notwendig, dass die US-Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden. Daher interessiert mich Ihre persönliche Meinung: Werden Sie sich für die Unterzeichnung des Verbotsvertrags einsetzen, auch in eventuellen Koalitionsverhandlungen? Werden Sie sich für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland stark machen?
Die Antworten, die uns erreichten:
Prof. Dr. Christian Kreiß, parteiunabhängiger Direktkandidat für den Deutschen Bundestag: Ja, ich würde mich für die Unterzeichnung des Verbotsvertrags einsetzen, auch in eventuellen Koalitionsverhandlungen und würde mich für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland stark machen.

Jürgen Loos, stellv. Kreisvorsitzender ödp KV FFB, Bundestagkandidat: Natürlich würde ich mich für die Unterzeichnung des Verbotsvertrags einsetzen, auch in eventuellen Koalitionsverhandlungen. Und klar würde ich mich für einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland stark machen.
Lilian Edenhofer, Bundestagkandidatin der Freien  Wähler: Ich verspreche Ihnen, sollte ich gewählt werden, mich für die Unterzeichnung des Verbotsvertrages einzusetzen. Auch in eventuellen Koalitionsverhandlungen! Weiter  verspreche ich Ihnen mich für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland stark zu machen!
Die Bundestagskandidaten der größeren Parteien antworteten nicht. Von zweien war uns keine Kontaktadresse bekannt.
Mehr Demokratie eV www.mehr-demokratie.de – veröffentlicht Interviews mit:

Andreas Bummel, Gründer von „Demokratie ohne Grenzen“:
Demokratisierung internationaler Politik – 18. Sept.
Gerald Hüther, Neurobiologe:
Konsum und Demokratie – 19. Sept.
Christian Felber, Gründer Gemeinwohlökonomie:
Demokratischer Markt – 20. Sept.
Katharina Nocun, Netzaktivistin:
Digitalisierung und Demokratie – 21. Sept.
Richard D. Wolff, Wirtschaftswissenschaftler:
Demokratie am Arbeitsplatz – 22. Sept.
Yanis Varoufakis, ehem. Finanzminister Griechenlands &
Gründer Democracy in Europe Movement 2025:
Demokratie in der EU – 23. Sept.
Zu sehen in einer YouTube-Playlist, in der an den genannten Tagen die Interviews veröffentlicht werden: https://youtu.be/wR4iJZTf3Ck
DiEM25-Gemeinschaft München / Bewegung für Demokratie in Europa – www.diem25.org/home-de

Die DieM25-Gemeinschaft München hat Wahlprüfsteine formuliert, die allen B-Kandidaten im Wahlkreis FFB/Dachau zugestellt wurden. Die Infos mit Fragen und Antworten erscheinen im vorigen Post auf dieser Blog-Seite.