Markiert: Tierschutz

Brucker Schlachthof geht im Frühjahr wieder in Betrieb

Bericht in der Brucker SZ vom 21.12.17: Die Privatisierung der Fleischbeschau wird rückgängig gemacht. Damit ist das Landratsamt auch für den Brucker Schlachthof zuständig, an dem der Landkreis finanziell beteiligt ist … Wenn der Schlachthof seine Zulassung wieder bekommt, ist der Landkreis damit direkt für die Kontrolle zuständig. Zugleich ist der Kreis stiller Teilhaber der GmbH & Co KG. Mit einer Einlage von mehr als 153.000 Euro hält der Landkreis einen Anteil von 21,4 Prozent. Die Forderung von Kreisrat Peter Falk (SPD), eine Beteiligungsform zu wählen, die größere Einflussmöglichkeiten vorsieht, fand kein Gehör … Die Betreiber des Schlachthofes sollen mittlerweile rund 100 000 Euro in Umbauten investiert haben, die die Behörden ihnen zur Auflage gemacht haben, um einen besseren Tierschutz zu gewährleisten. Auch ein neues Metzgerteam soll zusammengestellt worden sein.
Eine Zusammenfassung der Ereignisse erschien am 28.12.17 in der Brucker SZ.

Mensch und Natur. Verträgt sich das?

Auf dem Gelände des Fliegerhorsts wird das Miteinander von anscheinend Unvereinbarem geplant und geprobt. Merkwürdige Konstellationen ergeben sich, Widersprüchliches entsteht, Kurioses kündigt sich an. Wir zitieren in Kursiv-Schrift aus einem umfangreichen und faktenreichen Bericht des Brucker Tagblatts vom 29.9.17 und äußern dazu ein paar unbotmäßige Gedanken:
Am alten Flugplatz bei Maisach wird gebaut. Nein, noch nicht die Umfahrung und erst recht nicht die Trabrennbahn. Es wird die Natur umgebaut.
Ach so, nur die Natur, die hier längst nicht mehr natürlich ist. Jetzt wird die umgebaute Natur erneut umgebaut. Zu wessen Nutzen?

Nirgendwo in Südbayern gibt es zusammenhängende Wiesenflächen in vergleichbarer Größe. Deshalb und wegen des Artenreichtums wurde das Gebiet im Jahr 2004 vom Freistaat Bayern als sogenanntes Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Gebiet nachgemeldet … in einem FFH-Gebiet stehen Pflanzen, Tiere und deren Lebensräume unter besonderem Schutz.
Soll heißen, dort darf „die Natur“ nicht durch menschliche Eingriffe verändert werden. Es sei denn, die Obrigkeit will es, weil sie meint, dass sie Höherem im Wege steht.

Der Mensch greift in die Natur ein und macht sie damit zu einer besseren Natur? Hört sich unlogisch an … „Aber man darf nicht vergessen: Das hier ist keine Natur. Das sind von Menschen gemachte Lebensräume.“
Hiermit sind nun die Flächen außerhalb des FFH-Gebietes gemeint, die tier- und pflanzengerecht gepflegt und gehegt werden sollen. Bis eine gegenteilige Order zu Baumaßnahmen führt. Dazu kann es irgendwann kommen.

Durch den Rückbau von Rollbahnen kommen rund sechs Hektar neue Wiese hinzu … Die Wiesen im Nordteil des Flugplatzes werden gepäppelt … Die neue Staatsstraße wird zu beiden Seiten eingezäunt sein. Im Norden, um das FFH-Gebiet zu schützen, im Süden als Abgrenzung zum Fahrsicherheitszentrum von BMW und Polizei. Generell wird das ganze FFH-Gebiet auch künftig von einem Zaun umgeben sein.
Grenzzäune zum Schutz der Natur vor den Menschen oder zum Schutz der Menschen vor der Natur? Es zeigt sich:

… dass zuletzt ziemlich viele Rehe abgeschossen werden mussten – BMW sehe die Tiere ungern über die Teststrecke springen.
Nun wissen wir’s: Es sind die Unternehmensinteressen, die nicht gestört werden dürfen. Man weiß ja: „Das Kapital ist ein scheues Reh“ – das sich hier vor den wilden Artgenossen abgrenzen muss. Wir hier, ihr dort. Man stärkt die Grenzkontrollen, um das Einddringen und die illegalen Aktivitäten der fremdartigen Lebewesen zu verhindern. Gerne auch mit Gewalt.

„Da hat damals keiner daran gedacht, dass das zu Konflikten führen könnte“.
Also wurde nachgebessert und die Grenzanlage perfektioniert. Jetzt ist das besetzte Gebiet sicher.

Wenn jetzt mancherorts gejammert wird, dass eine Staatsstraße und eine Trabrennbahn am FFH-Gebiet gebaut werden, dann kontert Schober: „Bis jetzt hat sich kein Mensch um das Gebiet gekümmert.“ Erst durch die geplante Nachnutzung erfolge jetzt die Aufwertung der Flächen.
Immer noch wird das „Kümmern“, die „Aufwertung“ durch private „Nachnutzung“ nicht allseits akzeptiert? Der Widerspruch zwischen Mensch und Natur  wird gelöst, indem man die Aufwertung der Kümmerer vor wildwucherndem Naturgeschehen abgrenzt und sie den Menschen erfahrbar und nachvollziehbar, ja akzeptabel darreicht:

Auf irgendeine Weise muss das Areal für die Bevölkerung geöffnet werden. Man muss den Leuten nahe bringen, was hier passiert“, sagt Schober.
Das Ergebnis darf begutachtet, der Naturbetrachtung geöffnet werden: „Seht nur, wie einträchtig und friedlich nicht Vereinbares nebeneinander her existieren kann, solange die lästige Natur nicht unseren profitlastigen Plänen in die Quere kommt“.

Gedacht wird deshalb an einen Aussichtsturm am Rande des alten Flugplatzes. Möglich wären auch Führungen mit Ornithologen und anderen Experten.
So wird der Blick über den Grenzzaun hinüber ins feindliche Lager zum touristischen Highlight für die staunende Bevölkerung. Kindergarten- und Schulkinder werden große Augen machen und erschrocken weinen, wenn sie die anstürmenden Tierkörper sehen, die verzweifelt versuchen, die Grenzanlagen zu überwinden. Oder gähnen, wenn sich „drüben“ (erb)ärmlicherweise so gar nichts regt und nur Gras und Bäume zu sehen sind. Da fehlt dann nur noch der Klingelbeutel.

Mit dem Lärm manchmal quietschender Reifen (von BMW), dem Verkehr einer Umfahrung und zu einer Trabrennbahn könne man vergleichsweise leben.
„Schaut mal, Kinder“, wird es heißen: „So oder so ähnlich sah Natur mal aus. Aber bitte nur schauen und die lieben Tiere nicht stören! Und vom Lärm hinter euch lasst ihr euch dabei bitte nicht ablenken!“ Denn:

„Hier am alten Flugplatz im Süden von Maisach ist man mitten in der Natur – und doch auch wieder nicht.“
Und zum guten Schluss wird es heißen: „Danach, liebe Kinder, schauen wir uns noch das Düsenjäger-Denkmal an und gehen ins Militärmuseum. Damit ihr wisst, wozu wir Menschen noch alles fähig sind!“

„Weiter so!“ mit geschlossenen Augen

Die Brucker SZ berichtete am 28.7.17: Das Schlachten geht weiter … Der nach dem Bekanntwerden von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz im Mai geschlossene Schlachthof von Fürstenfeldbruck soll am 2. Oktober unter neuer Leitung, aber in der bisherigen Gesellschaftsform wieder eröffnet werden … Ohne dies näher zu begründen, bezeichnete es Landrat Thomas Karmasin (CSU) als unmöglich, eine neue Gesellschaftsform mit mehr Mitspracherecht für den Landkreis anzustreben. Etwaige kriminelle Handlungen wären zudem nie den Büchern oder Geschäftsberichten zu entnehmen … Über die Möglichkeit, die Verträge zu ändern und dadurch mehr Einfluss zu gewinnen, wurde am Donnerstag nicht mehr diskutiert … Der Kreisrat der CSU ((Hubert Ficker)) riet zudem in Hinblick auf die Verstöße gegen Tierschutzauflagen dazu, keine Vergangenheitsbewältigung zu betreiben, sondern der neuen Geschäftsführung Vertrauen entgegenzubringen …
Das Brucker Tagblatt berichtete am 28.7.17: Neu dagegen ist das ganze insgesamt 14 köpfige Schlachthofteam – nicht ein einziger aus der alten Besetzung sei noch an Bord, sagte Jais. Heißen soll der Betrieb künftig „Schlachthof Hasenheide“ … Die neuen Gesellschafter sollen im August ihre Ämter antreten. Dann stehen tierschutzrelevante Umbauten auf dem Gelände am Brucker Kugelfang an. … Nicht durchsetzen konnte sich die SPD mit der Forderung nach einer Unternehmensform, die dem Kreis als Gesellschafter „jederzeitige Information und Transparenz“ sichere.

Umweltministerium kündigt Konsequenzen zum Schlachthofskandal in Bruck an

Bericht des Brucker Tagblatts am 30.6.17: Ministerium legt Mängelliste vor – Bericht auf Antrag der Grünen … Ab dem Jahr 2018 werde es eine neue starke und bayernweit zuständige Kontrollbehörde geben, so das Ministerium. Sprich: Die Landratsämter werden von der Kontrollaufgabe befreit, sie wird zentral organisiert … In der Antwort listet das Ministerium auch diverse Fehler beziehungsweise Verstöße auf, die im Brucker Schlachthof festgestellt wurde … fordern die Grünen, über permanente Videoüberwachung in sensiblen Bereichen nachzudenken, um Tierschutzverstößen vorzubeugen.
Ausführlicher Bericht in der Brucker SZ vom 2.7.17: Die Befunde zielen in dieselbe Richtung wie die Vorwürfe der Soko Tierschutz, die von Tierquälerei spricht. Laut der Grünen-Politikerin mangelt es „an regelmäßigen Kontrollen, an Hartnäckigkeit und an der Bereitschaft, genau hinzusehen.“ Wenn die Auskunft des Unternehmers, er habe Missstände beseitigt, genüge, sei das nicht im Sinne eines guten Verbraucherschutzes. Steinberger fordert, über eine permanente Videoüberwachung nachzudenken.

Die Zeit der Stechmücken, des Insekten- und Vogeltods

Aus dem SZ-Bericht vom 16.6.17: Die lästigen Stechmücken kann chemisch wirksam bekämpfen, wer den „Wirkstoff Bti ausbringt, der aus dem Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) gewonnen wird und den Darm der Tiere zerstört … Für die Gröbenzeller Umweltreferentin … ist der beste Schutz vor Stichen immer noch eine intakte Umwelt. Die Mücken seien in den Griff zu bekommen, solange es Vögel und Fledermäuse gebe. Mit der Vernichtung der Insekten würden auch Vögel und andere Insektenvernichter sterben … Deshalb rät die am Ammersee tätige Initiative „Mückenplage nein danke“ dazu, rund ums Haus Brutkästen aufzuhängen.“
Erfahrungen der anderen Art stehen denen mit den stechenden Plagegeistern, die man gern los werden möchte, diametral entgegen. Dies bekundet ein Bericht aus dem Allgäu: „Stille Heimat“. Gut, dass es Pestizide gibt!“ Der NABU warnt vor einem neuartigen Insektensterben mit bislang unbekannten Folgen in Deutschland. Allein in Nordrhein-Westfalen sei in den vergangenen 15 Jahren die Biomasse der Fluginsekten um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Ähnlich alarmierende Entwicklungen befürchten die Naturschützer in weiteren Regionen Deutschlands und fordern, die Ursachen und das Ausmaß des Insektenschwunds bundesweit schnell aufzuklären.

Rettet den Regenwald e.V. meldet: In der intensiven, industrialisierten Landwirtschaft in Deutschland und der EU finden die Vögel immer weniger Lebensraum und Nahrung. Unter dem Diktat der EU-Agrarpolitik, die vor allem Größe und maximale wirtschaftliche Effizienz fördert, bleiben die Natur und Artenvielfalt auf der Strecke.

Der BBV geht zum Angriff über

Meldung des Brucker Tagblatts vom 16.6.17: Kreis-Bauernobmann Georg Huber gibt dem Brucker Schlachthof Rückendeckung: Er hat Anzeige gegen die Soko Tierschutz erstattet … „… ich möchte durch die Anzeige das tatsächliche Ausmaß in Erfahrung bringen“ … Man dürfe nicht nur auf die eine, man müsse auch die andere Seite sehen … Der Bayerische Bauernverband (BBV) hat dem Bauernobmann einen Rechtsanwalt vermittelt. Der BBV wird laut Huber auch die Kosten übernehmen. „Meine landwirtschaftlichen Kollegen und die Metzger freuen sich, dass ich Anzeige erstattet habe“, sagt Huber.
Bericht auch in der Brucker SZ vom 23.6.17.
INFO: Eine CORRECTIV-Datenauswertung zeigt erstmals, welche Massentierhalter EU-Agrarsubventionen erhalten – obwohl sie die Umwelt belasten … wo das Grundwasser mit Nitrat belastet ist. Ausgerechnet Deutschland blockiert mit seinem CSU-Agrarminister eine Reform der irrsinnigen Agrarpolitik … Schuld ist aber nicht nur Brüssel, sondern die Blockadepolitik der Mitgliedsländer. Zur Auswertung des gemeinnützigen Recherchezentrums correctiv.org. Ein bundesweites Bündnis startet eine Mitmachkampagne gegen die im Correctiv-Beitrag dokumentierte Nitratbelastung: in einer ungewöhnlichen Allianz fordern Wasserwerke, Umweltverbände, Gewerkschaften und Agrarwendeaktivisten den sofortigen Stopp der Gülle-Überdüngung in Regionen mit nitratvergiftetem Grundwasser, verpflichtende Stoffstrombilanzen ab 2018 für alle Agrarbetriebe, ein Ende des unkontrollierten Gülle-Tourismus und eine Wende in der Agrarpolitik. Unterzeichnen Sie die Petition hier. – Die Petition lesen.

Verfehlungen im Schlachthof dokumentiert

Aus dem Bericht der Brucker SZ vom 8.6.17: Im Zuge des Schlachthof-Skandals hat das Landratsamt Fürstenfeldbruck eine Liste von Verstößen gegen das Tierschutzrecht zusammengetragen. Sie reicht bis ins Jahr 2012 zurück … Diese dokumentierten Mängel betreffen Aspekte, die auch von der Soko Tierschutz kritisiert werden. Aufgeführt ist in den Unterlagen außerdem, dass Mitarbeiter des Schlachthofs immer wieder belehrt und geschult worden seien … Die Angaben aus den Jahren 2012 bis 2015 stammen von dem amtlichen Tierarzt eines privaten Unternehmens, das vom Landratsamt mit den Kontrollen beauftragt wurde. Die Mängel aus dem Jahr 2014 hat das Veterinäramt festgestellt. 2012 und 2013 hat die Behörde selbst keine eigenen tierschutzrechtlichen Kontrollen vorgenommen … auf Nachfragen des Landratsamts vom 11. Mai 2017 … geht hervor, dass der amtliche Tierarzt bei den Schlachttagen stets anwesend war.

Tierwohl: Gut behandeln, dann todstreicheln oder auf Fleisch verzichten?

Aus dem Bericht der Brucker SZ vom 3.6.17: Nach dem Hickhack mit Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) konnte die Soko Tierschutz nun am Freitagnachmittag ihre Kundgebung gegen den Brucker Schlachthof auf dem Geschwister-Scholl-Platz abhalten … Ein ((Besucher)) findet die Vorfälle zwar schlimm, lehnt aber die Haltung der Soko Tierschutz ab, die als Tierrechtler und Veganer eine Wiedereröffnung des Schlachthofs ablehnen … Demnächst wird die Gruppe Unterschriften für eine Petition an das Landratsamt sammeln, in der eine lückenlose Aufklärung der Brucker Vorfälle und eine harte Bestrafung der Verantwortlichen samt Tierhaltungsverbot verlangt wird. Außerdem fordert die Soko Tierschutz darin für die Zukunft eine öffentlich einsehbare Videoüberwachung der Schlachtvorgänge …
CSU wiegelt ab –
Augsburg.tv berichtet in einem Kurzvideobeitrag: „Wie können Schlachthöfe besser kontrolliert werden? Wenn man die Berichte über manche Schlachthöfe – auch in unserer Region- liest, macht das wütend. Schweine wurden zum Beispiel unzureichend betäubt unter großen Schmerzen geschlachtet. Mancher wünscht sich deshalb schärfere Kontrollen. Die CSU will auch eine neue Behörde einführen, scheint damit aber keine große Eile zu haben. Die Opposition findet das skandalös.“
Bundespolitik: Neues Gesetz gegen Missstände in Schlachthöfen.
Ein neues Gesetz soll schlechte Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachthöfen eindämmen. Viele osteuropäische Arbeitnehmer werden in deutschen Schlachthöfen zu mitunter miserablen Bedingungen beschäftigt. Nach der Neuregelung müssen große Konzerne künftig für die Machenschaften ihrer Subunternehmer haften. Die Arbeitszeiten sollen Tag für Tag genau aufgeschrieben und vom Lohn darf nichts mehr unerlaubterweise abgezogen werden.
Schweinerei Landwirtschaft – Ausschnitt aus „Mann, Sieber!“ vom 6. Juni 2017.

„Tierhaltungswende“ statt „Initiative Tierwohl“

foodwatch e.V. ruft auf: Die „Initiative Tierwohl“, in der sich alle großen deutschen Handelsketten zusammengeschlossen haben, ist ein schlechter PR-Gag. Aldi, Edeka, Rewe und Co. wollen damit von ihrer Verantwortung für die inakzeptablen Lebensbedingungen der Nutztiere ablenken. Mit vorwiegend kosmetischen Maßnahmen können die Lebensbedingungen für die Tiere nicht substantiell verbessert werden. Den Landwirten wird nicht annähernd genügend Geld ausgezahlt, um eine nachweislich tiergerechte Haltung zu erreichen. Und eine gute Tiergesundheit streben sie erst gar nicht an. Es ist an der Zeit, dass sich politisch etwas tut! Millionen Nutztiere dürfen nicht länger krank gemacht werden! In Zukunft darf kein Tierprodukt mehr in den Handel kommen, das nicht tiergerecht erzeugt wurde! Unterstütze jetzt die Forderung der Verbraucherorganisation foodwatch nach einer echten Wende in der Tierhaltung und unterzeichne die entsprechende Protestaktion an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.
Weiterführende Infos: Jedes vierte Tierprodukt stammt von einem kranken Tier.
foodwatch fordert eine Tierhaltungswende. Eine möglichst tiergerechte Haltungsform muss Mindeststandard werden. Die EU muss erstmals Zielvorgaben für die Tiergesundheit in jedem Betrieb vorschreiben. Das Kontrollsystem muss effizient und transparent werden. Verstöße werden konsequent geahndet: Hält ein Betrieb die Input- und Output-Vorgaben dauerhaft nicht ein, darf er seine Produkte nicht vermarkten. Tierhaltungswende jetzt!

Wissenschaftler des Centrums für Bioethik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster haben die ethischen Aspekte des Umgangs mit Nutztieren untersucht. Die Ergebnisse sind in der Studie „Tiere in der Lebensmittelproduktion“ zusammengefasst. Im Folgenden gibt foodwatch die Zusammenfassung der Studie wieder, die ausführliche Studie können Sie als PDF-Dokument herunterladen. Nähere Infos.

Gebührenfrei demonstrieren untersagt?

Die Soko Tierschutz meldete für den 2.6. eine Kundgebung am Geschwister-Scholl-Platz an.
Landratsamt FFB: „Die Kundgebung muss nicht genehmigt, sondern nur angezeigt werden, denn wir haben Demonstrationsfreiheit.“ (SZ)
Christian Kieser, der Justitiar der Stadt: Es handelt sich … um städtische Grundstücke, die zwar nicht öffentlich gewidmet, aber öffentlich zugänglich sind. (SZ)
OB Erich Raff: Er werde … veranlassen, dass hausintern eine Satzung ausgearbeitet wird, in der die Gebühren festgelegt sind. (SZ)
Brucker SZ vom 31.5.17: Politische Kundgebungen auf solchen Flächen muss deshalb das Liegenschaftsamt auf privatrechtlicher Basis erlauben, allerdings kann eine Kommune dabei nicht willkürlich agieren wie ein privater Grundeigentümer … Anders steht es um öffentlich gewidmete Verkehrsflächen wie Gehsteige, Radwege und Straßen. Das Versammlungsrecht gilt dort uneingeschränkt, kann aber mit Auflagen versehen werden. In Bruck gibt es für solche Flächen laut Kieser sogar eine Gebührensatzung, allerdings ist die eher für kommerzielle Werbeträger oder die Bestuhlung der Gehsteige durch Gastronomen gedacht.
Aus der Brucker SZ vom 1.6.17: CSU lehnt Aufklärung ab: Der SPD-Landtagsabgeordnete Herbert Kränzlein hat am Donnerstag im Ausschuss für Umwelt- und Verbraucherschutz einen Bericht über die Affäre beantragt, den die CSU gegen die Stimmen der Opposition ablehnte … In der gleichen Sitzung habe die CSU sämtliche Anträge von Freien Wählern, Grünen und SPD abgelehnt, sich mit der Situation der Schlachthöfe in ganz Bayern und verbesserten Kontrollen zu beschäftigen … Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt derzeit gegen fünf Verantwortliche, gegen die Strafanzeigen vorliegen. Dazu auch die Meldung im Brucker Tagblatt vom 2.6.17.