Tafeln im Landkreis: Ausgrenzung wird abgelehnt

Aus dem Bericht der Brucker SZ vom 6.3.18: Tafelläden im Landkreis versorgen immer mehr bedürftige Menschen. Die Ausgrenzung von Flüchtlingen wie in Essen lehnen sie jedoch ab. Damit die Ware für alle reicht, haben sie sich andere Lösungen überlegt … „Wir unterscheiden nicht zwischen Einheimischen und Flüchtlingen“, sagte auf Anfrage Elisabeth Weller vom Vorstand der Bürgerstiftung, die für die Tafeln zuständig ist … Vor allem die Zahlen der Rentner und Flüchtlinge, die die vier Tafeln des Landkreises aufsuchen, steigen … Zur Zeit versorge man in den drei Tafel 550 Erwachsene und 400 Kinder, in Bruck seien die meisten Kunden. Im Jahr 2016 gab es dort im Januar 385 Abholer und im Dezember 592 … Konflikte, wie es wohl welche in Essen gab, gebe es auch im Landkreis immer wieder an der Ausgabe oder beim Warten. „Es ist eine Situation mit viel Konfliktpotenzial, da kann schon mal Neid aufkommen“ … Mit 30 Leuten in der Schlange stehen und auf Essen warten, mache ja auch keinen Spaß … An den Konflikten seien aber nicht nur Flüchtlinge beteiligt, Deutsche habe … auch schon mal verweisen müssen. Ein Tafelleiter müsse eben für Ordnung sorgen …
Die Lösung in FFB: Es gibt ein Farbsystem mit Karten, das die Kunden nach Gruppen einteilt, die dann im Halbstunden-Takt kommen können … Angaben zufolge sind 60 Prozent der Tafelkunden in Bruck Rentner. Insgesamt machten anerkannte Flüchtlinge etwa ein Drittel aus.
In Germering: Die Menschen, deren Nachnamen mit den Buchstaben von A bis K anfangen, kommen in einer Woche. Und alle anderen im Alphabet in der Woche darauf … auch in Germering sind es vor allem Rentner und Flüchtlinge, die die Zahlen der Bedürftigen in die Höhe treiben. 75 bis 80 Prozent der Kunden in Germering seien Flüchtlinge.