Rückt die Sparkassenfusion näher?

Ein neues Gutachten, von den Sparkassen FFB, Dachau und Landsberg initiiert, behauptet: Von einer Fusion der Sparkasse Fürstenfeldbruck mit den Instituten aus Dachau und Landsberg-Dießen profitieren unterm Strich alle beteiligten Banken, Kunden sowie Träger-Kommunen … Die Brucker SZ berichtete am 15.11.17: Möglicherweise bereits nächstes Jahr könnte der Dreierbund unter dem Namen Amper-Lech-Sparkasse starten. Die Spitzen des Verwaltungsrats, Brucks Oberbürgermeister Erich Raff und Landrat Thomas Karmasin (beide CSU), sehen in der Fusion einen Beitrag zur Zukunftssicherung, der Gröbenzeller Kreisrat und Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Runge hingegen zweifelt „mehr denn je“ an ihrem Sinn … Alle drei Standorte blieben erhalten. Von einem Zusammenschluss erhoffen sich die Sparkassen eine Steigerung des Betriebsergebnisses … Auf Fürstenfeldbruck entfällt etwa ein Drittel des Betrags … Nach SZ-Informationen soll die Zahl der Mitarbeiter in den drei Landkreisen insgesamt um etwa hundert sinken … Eine Garantie für den Erhalt aller Filialen gibt es zwar auch im Fall einer Fusion nicht … Wäre Bruck weiterhin solo unterwegs, dann wäre es aber angeblich noch schwerer, das in diesem Jahr bereits von 25 auf 19 Geschäftsstellen geschrumpfte Netz zu sichern … Bezüge und Pensionen werden im Gegenzug durch den Aufstieg des Dreierbunds in eine höhere Sparkassen-Größenklasse deutlich steigen.
Bericht im Brucker Tagblatt am 16.11.17: Steigende Regulatorik, niedrige Zinsen und die fortschreitende Digitalisierung sind die Grundlage für die Fusionsüberlegungen … Ziel sei es, neben den Sparkassen in München und München-Land eine dritte Kraft im Westen und Nordwesten Münchens zu schaffen … Die Kosten für die Fusion werden auf rund 4,5 Millionen Euro taxiert … Und auch Brucks OB Raff, der aktuell den Vorsitz im Verwaltungsrat innehat, begrüßte die Fusionspläne … Bei der Gelegenheit verteidigte Karmasin den Verzicht auf Ausschüttungen an Kreis und Stadt in den vergangenen Jahren. Er ließ durchblicken, dass sich das auch nicht ändern solle …
Aus dem Kommentar im Tagblatt: Ein Haus wie Bruck ist langfristig betrachtet einfach zu klein, um überleben zu können …