Goldesel-Geschäfte mit Senioren, Behinderten, Demenz- und Intensivpflege

„SeniVita Wohnen – Gut gepflegt leben. SeniVita Social Care GmbH. SeniVita bietet moderne Altenpflege in 14 Pflegewohnanlagen, die sich durch das Konzept AltenPflege 5.0 auszeichnen – mit professioneller und liebevoller Pflege, 24-Stunden-Pflegesicherheit und selbstbestimmten Wohnen im eigenen Apartment. SeniVita steigert die Lebensqualität behinderter Menschen! Sie suchen eine attraktive Anlageform im Sozialsektor? Investieren Sie mit der SeniVita Unternehmensgruppe in Werte fürs Leben und nutzen Sie eine unserer interessanten Anlageformen, die Sie an unserem Erfolg teilhaben lassen! …“ – Zur Quelle der Werbenachricht.
Am 17.5.17 berichtete der Münchner Merkur: Sparwelle im Altenheim: Senioren sind sauer. Bewohner und Mitarbeiter der Senivita-Altenheime in Emmering, Gernlinden und Maisach erheben Vorwürfe gegen den Betreiber. Sie klagen über unzumutbare Verhältnisse in den Einrichtungen. Demnach habe sich die Qualität des Essens verschlechtert. Zudem fehle Reinigungs- und Küchenpersonal. Auch im Pflegebereich soll es Probleme geben.
Diese Probleme traten auch in weiteren SeniVita-Altersheimen auf. Unter anderem in Gräfenberg/Franken. Am 29.5.2017 berichtete „nordbayern.de“: „Erhebliche Mängel“ im SeniVita-Altersheim … Qualitätsanforderungen nicht mehr gesichert, viele Bewohner in „bedauerlichem Zustand“ … Die ganze Logistik im Haus breche zusammen, das Pflegepersonal sei im Moment angehalten, die „Hauswirtschaft aufrecht zu erhalten“ …
Am 21.7.17 berichtete der Münchner Merkur: Ein Angehörigenbeirat wurde gegründet … Dieser soll entstehende Konflikte bereits im Vorfeld erkennen und entschärfen … Das private Unternehmen hatte Sparmaßnahmen durchgeführt und Servicepersonal entlassen. Der Umstieg auf eine Cateringfirma lief nicht reibungslos … „angespannten Situation“ in den vergangenen Monaten … Schließlich waren alle Angehörigen und Bewohner zu einer Versammlung geladen worden, um eine Lösung zu finden … Seniorenreferent Christofer Stock (CSU) zumindest für das Haus in seiner Gemeinde Entwarnung geben: Ein Angehörigenbeirat wurde gegründet, berichtete er im Sozial-, Kultur- und Sportausschuss. Dieser soll entstehende Konflikte bereits im Vorfeld erkennen und entschärfen. „Vor allem soll dadurch die Kommunikation zwischen den Angehörigen, den Bewohnern und der Leitung verbessert werden.“
Über die Hintergründe berichtete „4investors“ am 13.04.2017: Das Unternehmen hat derzeit Probleme bei der Senivita Social Care. Dort läuft es nicht rund, gesetzliche Rahmenbedingungen haben sich geändert. Man arbeitet an einer Sanierung und Restrukturierung. Den entsprechenden Plan hat Wiesent selber erstellt. Die Tochter hat 2016 ein Minus von 4,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Dadurch ergibt sich bei der Senivita Sozial für das vergangene Jahr ein Fehlbetrag von vermutlich 0,5 Millionen Euro. Im Rahmen der Sanierung der Senivita Social Care sollen alle Stellen in den Bereichen Hauswirtschaft, Küche, Technik und Reinigung abgebaut werden. Eine genaue Zahl will das Unternehmen zunächst nicht nennen. Es können jedoch bis zu 300 Personen von den Kündigungen betroffen sein. Die Aufgaben sollen in der Folge von Fremdfirmen, die deutlich günstiger arbeiten, übernommen werden. Dabei wird es laut Planung eine Einsparung im siebenstelligen Eurobereich geben.
Das „altenheim.net“ berichtete am 15.05.2017: Harte Einschnitte erforderlich – Hoffnung auf komplette Zinszahlung. Sanierung – SeniVita schließt Hauswirtschafts-Bereich … Die SeniVita Social Care GbmH hat sich mit dem Betriebsrat und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft über ein Sanierungskonzept geeinigt. Hintergrund ist die Schließung des Bereichs Hauswirtschaft. Das Sanierungskonzept sieht die Schließung der defizitär arbeitenden Sparte Hauswirtschaft vor. Gleichzeitig soll die ambulanten Pflege nach dem Konzept AltenPflege 5.0 gestärkt werden.
Die Genussscheine wurden inzwischen ausgezahlt und die Aktien steigen wieder (21.7.17 und 29.6.17):