Gebrauchswerte – satirisch gesehen

Das Brucker Tagblatt meldet:Die auffällige Serie von Kunstdiebstählen im öffentliche Raum hält an. Nach einer Katzenskulptur im Juli und einem Sühnestein im April haben Diebe jetzt eines der hölzernen Schafe vom Kreisverkehr am Hagebaumarkt gestohlen.“ Aber nicht nur das: „AfD-Plakate verschwinden. Plakate in Teilen des Wahlkreises Dachau-Fürstenfeldbruck komplett abgeräumt„, so titelt die Brucker SZ.
Kunst-Diebe und Plakate-Langfinger machen Beute. Sammler oder Verächter künstlerischer wie politischer Werke? Oder sind es Tierliebhaber und Politikgegner? Kunstsammler, -diebe und -zerstörer haben es mit ihrem Handwerk ja schon in etliche Hollywoodfilme hinein geschafft. Aber Plakatdiebe und -zerstörer sind medial verpöhnt und werden hart verfolgt. Das versteht sich nicht von selbst, bedenkt man, dass hinter jedem Plakatdesign grafische Entwurfsarbeit steckt und dagegen manch Gemälde mit Rakeln in Sekundenschnelle auf eine Leinwand „geworfen“ wird. Das eine wird nach Stundensatz entlohnt, das andere mit Glück für viele Millionen verkauft. Nüchtern betrachtet ist beider Gebrauchswert recht bescheiden. In diesem Fall zeitigt er unterschiedliche Folgen: Die entwendeten Tierskulpturen erfreuen jetzt anderswo Augen, während die fehlenden Wahlplakate durch neue ersetzt werden, die unsere Augen wenig bis gar nicht erfreuen.