Farce um NS-belastete Straßennamen

Am 30.7.17 monierte der Journalist Peter Bierl in der Brucker SZ: Vergangenheit gehäckselt – Warum die Debatte um NS-belastete Straßennamen in Fürstenfeldbruck längst zur Farce geworden ist … Wetterfahnen, die bei jedem Gedenktag vor dem Mahnmal für die Opfer des Todesmarsches mit betroffenen Mienen aufmarschieren, aber keine Konsequenzen ziehen: Die NS-Verbrechen waren möglich, weil eine Mehrheit der Deutschen das Regime von Anfang bis zum Ende unterstützte, die Straßennamen symbolisieren die trotzige Weigerung der Nachgeborenen, sich damit auseinanderzusetzen … Andere kuschten vor dem Zorn der Anwohner … Nur noch sechs von 17 Namen sollen überhaupt ausgewechselt werden. Die Mitgliedschaft in der NSDAP ist längst kein Kriterium mehr. Weil dafür aber niemand so recht die Verantwortung übernehmen mag, sollen nun die Bürger Vorschläge machen …
Er fährt fort, indem er den Opportunismus unserer Zeit kritisiert: … hinter denen sich der hohe Rat verstecken kann. Eigentlich sollten alle Schilder hängen bleiben, weil sie den Zeitgeist dokumentieren und aufgeklärten Menschen zur Warnung dienen können.
Anmerkung: Zur Veranschaulichung sollte ein großes Schild darunter hängen: „Unser Namensgeber war Antisemit, Rassist, Kriegstreiber und Befürworter der Todesstrafe“. Smileys könnten die leidige Angelegenheit geschmäcklerisch abrunden:

Gerne auch Fotos gehängter Widerstandskämpfer: