Die Zeit der Stechmücken, des Insekten- und Vogeltods

Aus dem SZ-Bericht vom 16.6.17: Die lästigen Stechmücken kann chemisch wirksam bekämpfen, wer den „Wirkstoff Bti ausbringt, der aus dem Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) gewonnen wird und den Darm der Tiere zerstört … Für die Gröbenzeller Umweltreferentin … ist der beste Schutz vor Stichen immer noch eine intakte Umwelt. Die Mücken seien in den Griff zu bekommen, solange es Vögel und Fledermäuse gebe. Mit der Vernichtung der Insekten würden auch Vögel und andere Insektenvernichter sterben … Deshalb rät die am Ammersee tätige Initiative „Mückenplage nein danke“ dazu, rund ums Haus Brutkästen aufzuhängen.“
Erfahrungen der anderen Art stehen denen mit den stechenden Plagegeistern, die man gern los werden möchte, diametral entgegen. Dies bekundet ein Bericht aus dem Allgäu: „Stille Heimat“. Gut, dass es Pestizide gibt!“ Der NABU warnt vor einem neuartigen Insektensterben mit bislang unbekannten Folgen in Deutschland. Allein in Nordrhein-Westfalen sei in den vergangenen 15 Jahren die Biomasse der Fluginsekten um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Ähnlich alarmierende Entwicklungen befürchten die Naturschützer in weiteren Regionen Deutschlands und fordern, die Ursachen und das Ausmaß des Insektenschwunds bundesweit schnell aufzuklären.

Rettet den Regenwald e.V. meldet: In der intensiven, industrialisierten Landwirtschaft in Deutschland und der EU finden die Vögel immer weniger Lebensraum und Nahrung. Unter dem Diktat der EU-Agrarpolitik, die vor allem Größe und maximale wirtschaftliche Effizienz fördert, bleiben die Natur und Artenvielfalt auf der Strecke.