Kategorie: Sparkassenfusion

„Rätselraten um die Sparkassenfusion“

Die Brucker SZ informierte am 5.10.17 über das sogenannte „Mehrwertgutachten“ der Sparkasse, das aufzeigen soll, wer von der geplanten Fusion am meisten profitieren würde. Es heißt, „nur falls ein Zusammenschluss allen Beteiligten einen „Mehrwert“ bringt und es keine Verlierer gibt, soll er 2018 wirklich kommen“. Erst „am 9. November soll das Papier in einer nichtöffentlichen gemeinsamen Sitzung von Stadt- und Kreistag im Sparkassensaal vorgestellt, ein paar Tage später die Öffentlichkeit informiert werden“. Der SZ-Artikel enthält weitere wichtige Fakten zur Sachlage.
Dr. Rainer Gottwald aus Landsberg äußert dazu: „Im Falle einer Fusion hat als Ausgleich die Sparkasse Landsberg an die Träger rund 46 Mio. Euro abzuführen … Allem Anschein nach wird sehr geheimnisvoll getan. Es bleibt abzuwarten ob das neue (Mehrwert-)Gutachten entsprechend publiziert wird oder ob nur Bruchstücke bekannt werden. Bekannterweise fallen Gutachten so aus, wie sie der Auftraggeber (Sparkasse) will. Dies ist nach der „schmallippigen Stellungnahme“ der Sparkasse FFB auch hier zu erwarten. Für Landsberg bleibt nach wie vor die Behauptung bestehen: Von einer Fusion mit den beiden anderen Sparkassen profitieren in Landsberg nur 10 Personen, der Landkreis insgesamt leidet.“

Landsberg über Sparkassen-Fusionspläne informiert

Dr. Rainer Gottwald, pensionierter Kontroller und Sprecher des Bürgerforums in Landsberg am Lech, informierte am 27.9.17: „Die Landsberger UBV hatte vor wenigen Wochen den Vortrag von Martin Runge in FFB angehört und ihn nach Landsberg eingeladen. Der Artikel (des Landsberger Tagblatts zum Vortragsabend) samt Kommentar ist sehr gut und offen. Bei der Diskussion gab es niemanden, der sich für eine Fusion stark machte. Das Argument von H. Hettmer (bei Gewinnausschüttung fallen Steuern an) wurde von Runge entschieden zurück gewiesen. Steuern fallen nur in Höhe von rund 16 % an. Die Stadt benötigt zwar viel Geld, aber auch der Bund braucht Geld.“
Der Artikel mit Kommentar im Landsberger Tagblatt.

Infos zur Sparkassenfusion aus Landberg

Information von Dr. Rainer Gottwald, Sprecher Bürgerforum Landsberg am Lech:
„In unserer Zeitung (Landsberger Tagblatt – gehört zur Augsburger Allgemeinen) erschien ein Artikel zum Thema Fusion. Die Grundlage dafür war die Presseerklärung der drei Sparkassenvorstände DAH-FFB-LL. Zum Inhalt dieser Presseerklärung wurde schon geäußert „Da hätte man auch ein weißes Blatt Papier verschicken können“. Als Reaktion wurde die vom Bürgerforum Landsberg erarbeitete neue Darstellung des Problems unter dem Aspekt der Ertragswertberechnung an die Stadträte und Kreisräte geschickt. Gottseidank wurde auf den neuen Sachverhalt vom LT eingegangen. Dazu erschien heute ein Bericht mit Kommentar von H. Modlinger.“
Alle Infos zur Sparkassenfusion.

Einblicke eines Bankexperten in die Zahlen der Brucker Sparkasse

Die Brucker SZ meldete am 28. Juli 2017 über die Veranstaltung im Fürstenfelder Säulensaal: Grünen-Fraktionssprecher Martin Runge hat Gutachter Guido Eilenberger für einen Informationsabend eingeladen … Ein ehemaliger Ordinarius für Wirtschaftswissenschaften und Bankenexperte soll Transparenz schaffen. Guido Eilenberger erstellte für die Grünen ein Gutachten zur Brucker Bank. Er spricht vor 70 bis 80 Zuhörern … Der Wissenschaftler bezeichnet Verwaltungs- und Verbandsräte als eigentliches Problem. Obwohl ein Verwaltungsrat mehr Einfluss habe als ein Aufsichtsrat, werden diese nebenbei von Oberbürgermeistern und Landräten geführt. Und weil in den Verwaltungsräten Mitglieder sitzen, für deren Auswahl nicht Fachwissen, sondern der Parteienproporz zählt, ist dieses Gremium laut Eilenberger schwach und bereit, Kompetenzen an den Vorstand abzutreten … Die Interessen der Kunden kommen, wenn überhaupt, nur am Rande vor. So ist Runge bemüht, die Aufgaben von Sparkassen in den Vordergrund zu stellen. Öffentlich-rechtliche Banken seien dem Gemeinwohl verpflichtet, sagt er, sie hätten die Kommunen zu unterstützen, die Geldversorgung in der Fläche sicherzustellen und vor allem auch die Belange wirtschaftlich schwächerer Bevölkerungskreise zu berücksichtigen.
Über die Debatte mit Klaus Knörr, dem Chef der öffentlich-rechtlichen Bank, dessen Träger der Landkreis und die Kreisstadt sind, im Kreistag vor wenigen Tagen, berichtete die Brucker SZ am 28.7.17 ausführlich.

(Kein) Handlungsdruck: Sparkassenfusion, Arbeitsverbote, Nazistraßennamen

Brucker SZ am 26.7.17: Brucker Politiker fühlen sich unzureichend informiert über die Folgen einer möglichen Sparkassenfusion … „Wir haben aber gar keinen Handlungsdruck“, sagt Knörr. Die Fusion sei „nicht alternativlos.“ … Genauere Aufschlüsse, was die Fusion bringt, soll ein Mehrwertgutachten ergeben, das Ende September vorliegen soll. Etwa um den Jahreswechsel herum rechnet Knörr damit, dass die Gremien der Sparkasse sowie Stadt- und Kreistag entscheiden können … Herwig Bahner (CSU). „Harte Faktoren“ seien von Knörr nicht vorgelegt worden – „Ich bin so schlau wie vor einer Stunde“.
Brucker SZ am 27. Juli 2017: Helfer und Geflüchtete fordern Arbeitserlaubnisse für Asylbewerber und rügen die Verschwendung von Steuergeld … Etwa hundert Vertreter von Helferkreisen sowie Geflüchtete haben am Mittwoch vor dem Landratsamt Fürstenfeldbruck für Arbeitsgenehmigungen demonstriert … Kurz vor Weihnachten hatte die bayerische Staatsregierung angeordnet, dass nur Flüchtlinge, die sehr gute Chancen auf eine Anerkennung haben, arbeiten dürfen. Das sind Menschen aus Eritrea, Irak, Iran, Somalia und Syrien. Nach Protesten von Asylhelfern wurden die Afghanen in diese Liste aufgenommen … In der Resolution kritisieren die Helfer nun, dass Arbeitsgenehmigungen vom Landratsamt mit der Begründung verweigert würden, jemand habe sich nicht ausreichend um Integration bemüht. Klarer als mit der Arbeitssuche könne man seinen Integrationswillen kaum zum Ausdruck bringen … Karmasin versicherte, jeder einzelne Fall werde geprüft. Es sei aber Gesetzeslage, dass ein unsicherer Aufenthaltsstatus nicht durch Arbeit verfestigt werden darf.
Brucker Tagblatt am 27.07.17: Straßennamen: Jetzt werden Bürger befragt … Sollen Straßennamen mit Nazi-Hintergrund weg oder nicht? In Bruck zieht sich diese Debatte seit Jahren. Nun können dieBürger neue Namen vorschlagen … Fürstenfeldbruck – In der Debatte um die Umbenennung von Straßen mit Namensgebern aus der Nazi-Zeit dürfen Brucker nun selbst konkrete Vorschläge einbringen. Sie können diese online oder über den Rathaus-Report bis zum 1. Oktober bei der Stadt einreichen (siehe Kasten). Das haben die Mitglieder des Kulturausschusses beschlossen. Das Gremium will Mitte November dem Stadtrat eine Empfehlung abgeben. Zuvor will ein Arbeitskreis über die Vorschläge beraten.

Das Geld regiert – „Was erlauben Politik?“

Das Brucker Tagblatt berichtete am 27.7.17: Mit Sparzwang begründete Sparkassen-Chef Klaus Knörr im Stadtrat die geplante Fusion der Bankenhäuser in Bruck, Dachau und Landsberg …  „Es geht darum, die Kosten über Synergieeffekte nach unten zu drücken“, erklärte Knörr … Mitarbeiter-Entlassungen soll es aber im Fall einer Fusion nicht geben … Steigende Kapitalanforderungen auch in den nächsten Jahren sprächen gegen eine Verteilung von Gewinnen an Stadt und Landkreis … Knörr scheint mittlerweile auch gereizt von den Grünen. Spitz merkte er an, dass die Arbeit der Verantwortungsträger in Vorstand und Verwaltungsbeirat immerzu von Außenstehenden kommentiert werde: „Es ist nicht deren Aufgabe, Entscheidungen zu treffen.“ Das sieht auch BWL-Professor und Stadtrat Klaus Wollenberg (FDP) so. Was berechtige eigentlich die Politik zu übermäßiger Einflussnahme, fragte Wollenberg implizit und verwies darauf: „Landkreis und Stadt haben nicht einen Euro Kapital eingebracht, das ist alles aus Sparkassen-Überschüssen.“
Heute: Do, 27.7., 20 Uhr, Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Säulensaal. Zur Zukunft unserer Sparkasse. Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Guido Eilenberger und Dr. Martin Runge.

Goldesel Sparkasse?

Aus dem Bericht der Brucker SZ vom 19. Juli 2017: Der Spielraum ist umstritten – Die Kreistagsfraktion der Grünen lässt ein Gutachten zur öffentlich-rechtlichen Bank erstellen. Demnach hätte das Geldinstitut 42 Millionen Euro aus Gewinnen an Stadt und Landkreis abführen können … Erhalten haben die beiden Träger des Geldinstituts nichts … Dass die Sparkasse doch erhebliche Erträge hätte abführen können, ist das Ergebnis eines bankwissenschaftlichen Fachgutachtens, das der emeritierten Ordinarius Guido Eilenberger im Auftrag der Kreistagsfraktion der Grünen erstellt hat … Laut Runge wären die von den Empfängern für gemeinnützige Zwecke zu verwendende Abführungen an die Kreisstadt und den Landkreis möglich und erlaubt, „ohne die wirtschaftliche Leistungskraft und die Risikotragfähigkeit der Sparkasse Fürstenfeldbruck zu beeinträchtigen“ … Der Wirtschaftswissenschaftler Runge bezeichnete die im Kreistag und Brucker Stadtrat anstehende Entscheidung über die Sparkassenfusion als eines der zurzeit wichtigsten kommunalpolitischen Themen … Seit Jahrzehnten bestreiten Brucker Sparkassenvorstände, einen Spielraum für eine Gewinnausschüttung zu haben. Diese Linie vertrat erst kürzlich auch Landrat Thomas Karmasin (CSU) … Karmasin teilt sich den Vorsitz im Verwaltungsrat mit dem Brucker OB im Wechsel …
Grüne und Unabhängige Bürgervereinigungen (UBV) stellen das Sparkassengutachten am Donnerstag, 27. Juli, von 20 Uhr an im Beisein von Guido Eilenberger im Säulensaal in Fürstenfeld der Öffentlichkeit vor. Sparkassenvorstand Klaus Knörr lehnt laut Martin Runge eine Teilnahme ab.
Am 21. Juli 2017 legte die Brucker SZ nach:
Sparkassen Finanzexperte stellt Fusion in Frage … Mit Eigenmitteln in Höhe von circa 332 Millionen Euro verfügt das Geldinstitut … über mehr als das Doppelte an Eigenmitteln, als es die aktuellen Vorgaben der Bankenaufsicht fordern … Eine Fusion der drei Regionalbanken würde nicht viel verändern, weil es keine Synergieeffekte gebe. Nur die Wege würden länger. Deshalb gebe es auch keinen Grund, eine Fusion anzustreben. Auch das allgemeine Jammern über das Niedrigzinsniveau treffe die Sparkassen nicht wirklich, sei doch die Zinsspanne für sie praktisch gleich geblieben. Mit dem Hinweis, „jede Fusion geht von den Vorständen aus“, macht Eilenberger die angestrebte Fusion zu einer Vorstandsfrage … „Sparkassenvorstände sehen sich als Eigentümer der Sparkassen an“, sagt er, dementsprechende würden sie sich auch verhalten.

Sparkassen haben „die Aufgabenerfüllung der Kommunen im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich zu unterstützen“

Die Sparkassenordnung gibt vor, dass Sparkassen „die Aufgabenerfüllung der Kommunen im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich zu unterstützen“ haben. Dr. Martin Runge, Kreisrat der Grünen, nahm in einem Leserbrief Stellung zu den Aussagen des Dachauer Landrats zur vom Gesetzgeber verlangten Rücklagenbildung bis zu einer Höhe des Eigenkapitals der Sparkassen: „Dachaus Landrat wird in dem Artikel mit der Behauptung wiedergegeben, der Gesetzgeber verlange eine Rücklagenbildung bis zu einer Höhe des Eigenkapitals von 20 Prozent der Bilanzsumme. Verzeihung, Herr Landrat, aber diese Behauptung ist ausgemachter Unfug. Denn erstens ist Bezugsgröße für die aufsichtsrechtlich geforderten Eigenmittel nicht die Bilanzsumme, sondern es sind die risikogewichteten Aktiva, von der Größenordnung her weit weniger als die Bilanzsumme. Und zweitens liegt der verlangte Quotient, der sich errechnet aus dem Verhältnis Gesamtkapital zu den eben genannten risikogewichteten Aktiva (= Gesamtkapitalquote), deutlich niedriger als die von Ihnen genannten 20 Prozent. Für 2015 betrug die aufsichtsrechtlich geforderte Gesamtkapitalquote beispielsweise 8 Prozent und in 2020 dürfte sie aufgrund aufsichtsrechtlich geforderter Zuschläge für die nächsten Jahre („Kapitalerhaltungspuffer“) und eines Zuschlags für Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch bei etwas mehr als 10 Prozent liegen. Nach den Abschlüssen für 2015 betrugen beispielsweise die Gesamtkapitalquoten für die Sparkasse Fürstenfeldbruck 16,29 Prozent, für die Sparkasse Dachau 17,97 Prozent und für die Sparkasse Landsberg-Dießen 21,22 Prozent. Alle drei Sparkassen hätten also locker im Rahmen dessen, was die Vorgaben der Sparkassenordnung erlauben, und bei Einhaltung der regulatorischen Anforderungen Jahr für Jahr Teile ihrer Jahresüberschüsse an ihre Träger (zu verwenden von diesen für gemeinnützige Zwecke) ausschütten dürfen. Sie hätten dies gekonnt, ohne dass ihre wirtschaftliche Leistungskraft und ihre Risikotragfähigkeit beeinträchtigt worden wäre. Es steht außer Frage, dass der Verwaltungsrat über weite, aber nicht grenzenlose Ermessensspielräume verfügt, was die Beschlussfassung zur Gewinnverwendung anbelangt. Erinnert sei hier an § 1, Satz 2 der Sparkassenordnung, in dem vorgegeben ist, dass Sparkassen „die Aufgabenerfüllung der Kommunen im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich zu unterstützen“ haben. Deshalb werden wir auch im Falle einer Fusionierung der Sparkassen, so diese denn kommt, die Ausschüttungsfrage weiterhin thematisieren. Mit freundlichen Grüßen, Martin Runge“.
In diesen Zusammenhängen stellt er Fragen zur angedachten Fusion der Sparkassen Dachau, Fürstenfeldbruck und Landsberg-Dießen: „Als Mitglieder des Füstenfeldbrucker Kreistages müssen wir Interesse haben und Inte-resse haben dürfen am Geschehen in der und um die Sparkasse Fürstenfeldbruck. Schließlich ist der Landkreis einer der beiden Träger der Sparkasse. Der nachfolgende Text dient der kurzen Erläuterung der Fragen in unseren Anträgen vom 6. Februar, 3. April und 15. Mai 2017 zur anvisierten Fusion der Sparkassen Dachau, Fürstenfeldbruck und Landsberg-Dießen und unserer Anliegen, welche wir mit der Antragstellung zum Ausdruck bringen.Der Fragenkatalog ist hier zu lesen.

Ein Vortrag und Diskussion „Zur Zukunft unserer Sparkasse“ mit Prof. Dr. Guido Eilenberger und Dr. Martin Runge findet statt am Donnerstag, 27.7., 20 Uhr, im Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Säulensaal. Näheres hier.

Über die Zukunft unserer Sparkasse

Ein Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Guido Eilenberger und Dr. Martin Runge am Donnerstag, 27.7., 20 Uhr, im Veranstaltungsforum Fürstenfeld, Säulensaal: Sparkassen sind öffentliche Einrichtungen, sie haben einen öffentlichen Auftrag und sind dem Gemeinwohl verpflichtet. Die Art und Weise, wie Entscheidungen in und zu Sparkassen zustande kommen, und die Kommunikationspolitik von Sparkassen passen jedoch so gar nicht zum Status öffentlicher Unternehmen. Letzteres gilt auch für die Sparkasse Fürstenfeldbruck, deren Träger zu gleichen Teilen die Stadt und der Landkreis Fürstenfeldbruck sind. Aktuell wird der Zusammenschluss der Sparkasse Fürstenfeldbruck mit den Sparkassen Dachau und Landsberg-Dießen verhandelt. Sollte es zu einer Fusion der drei genannten Geldhäuser kommen, würde die viertgrößte Sparkasse in Bayern mit einer Bilanzsumme von gut acht Milliarden Euro entstehen. Prof. Dr. Guido Eilenberger, emeritierter Universitäts-Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Bankbetriebslehre und Betriebliche Finanzwirtschaft, hat im Auftrag der bündnisgrünen Kreistagsfraktion ein bankwissenschaftliches Fachgutachten zur Kreis- und Stadtsparkasse Fürstenfeldbruck erstellt. Neben der Ermittlung und Einordnung finanzwirtschaftlicher Kennzahlen und dem Ausleuchten verschiedener Aspekte einer möglichen Fusion war es Aufgabe des Gutachtens zu prüfen, ob und in welchem Umfang die Sparkasse Fürstenfeldbruck Teile ihrer Jahresüberschüsse an ihre Träger, die Stadt und den Landkreis, im Rahmen dessen, was die Vorgaben der Sparkassenordnung erlauben, hätte ausschütten können und dürfen. Die Ausschüttungsfrage sowie verschiedene Aspekte der anvisierten Fusion sollen naheliegender Weise auch Schwerpunkte der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung sein. Veranstalter des Veranstaltungsabend sind: Bündnis 90/DIE GRÜNEN und UWG im Kreistag Fürstenfeldbruck, BBV und GRÜNE im Brucker Stadtrat. Mehr Infos auf unserer Seite VERANSTALTUNGEN.

Sparkasse schließt Filialen in Schöngeising und Hattenhofen

Aus dem Brucker Tagblatt vom 16.6.17: Die Filiale Hattenhofen schließt am 27. Juni um 12 Uhr für immer ihre Pforten. In Schöngeising ist am 29. Juni abends endgültig Schluss. Die Mitarbeiter ziehen um in die Sparkassenstandorte Mammendorf und Buchenau … Die Filialschließungen stehen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des Filialnetzes der Sparkasse. Diese ist dem veränderten Kundenverhalten sowie der allgemein schwierigen Lage in der Finanzbranche geschuldet. Immer mehr Kunden nutzen das Internet zur Erledigung ihrer Bankgeschäfte.
Aus dem Brucker SZ-Bericht vom 13.6.17: Die Sparkasse Fürstenfeldbruck meldet, dass in Hattenhofen und Schöngeising die Bargeldversorgung sichergestellt ist … Was die Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse damit sagen möchte: Wir machen unsere Filialen dort dicht, aber der Geldautomat spuckt weiter Geld aus. Ist zwar nicht von der Sparkasse, aber der von der Volksbank tut es auch … Dafür ist das Bargeld-Zapfen am VR-Automaten kostenlos – noch. Denn wenn immer mehr Sparkassen und Raiffeisenbanken fürs Geldabheben Gebühren von ihren Kunden verlangen, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis dies auch im Landkreis eingeführt wird. In der Folge wird weniger abgehoben und mehr mit Karte bezahlt.
Kommentar: So argumentieren die Banken, die an Internetbanking interessiert sind, weil es ihnen Geld spart. Und weil sie damit den Stellenabbau begründen können, den sie mit dem zunehmenden Internetbanking begründen. Mit unseren Gebühren bezahlen sie die Investitionen – so auch die Bankenfusionen –, die zum Stellenabbau und letztlich zur sukzessiven Bargeldabschaffung führen.