Kategorie: Sozialforum Amper

8. März Weltfrauentag: Aktion vor dem Lichtspielhaus

Pressemitteilung zum Internationalen Frauentag am 8.März 2018: Sozialforum Amper, GEW/Kreisverband Fürstenfeldbruck, Das Bündnis Fürstenfeldbruck ist bunt – nicht braun! und die Initiative für den Bau einer Mädchenberufsschule in Kobanê werden heute vor dem Lichtspielhaus Fürstenfeldbruck an die Bedeutung dieses Tages erinnern. Dort wird heute ab 19:00 Uhr der Film „Zur Hölle mit dem Teufel“ gezeigt. Die beteiligten Organisationen werden den Kinobesucherinnen und -besuchern und allen Interessierten vor dem Lichtspielhaus den Aufruf Frauenkampagne für Frieden in Afrin/Nordsyrien vorstellen, Flugblätter dazu verteilen und Unterschriften sammeln. Wir schließen uns damit der berechtigten Kritik an, dass unsere Bundesregierung tatenlos zusieht, wie türkisches Militär diese Region und auch ihre Zivilbevölkerung völkerrechtswidrig angreift. Die heute und im auch die im Internet gesammelten Unterschriften werden an die Initiatorinnen der Kampagne und von dort an die angesprochenen Politikerinnen und Politiker weitergeleitet.
In diesem Zusammenhang machen wir auf unser Mädchenberufsschulprojekt für Kobanê aufmerksam. Seit 2015 der sog. IS aus Kobanê zurückgedrängt worden ist, befindet sich die Stadt erfolgreich im Wiederaufbau. Den wollen wir weiter mit unserem Schulprojekt, für das momentan bereits an die 100.000 € gesammelt wurden, unterstützen. Kobanê liegt in derselben Region wie Afrin und ist von den Angriffen momentan nicht direkt betroffen. Trotzdem: Wir fordern dauerhaften Frieden für Afrin und die gesamte Region. Die Menschen dort haben ein basisdemokratisches System mit Gleichberechtigung für alle Religionen, Sprachen und Kulturen aufgebaut, das besonders auch die aktive, gleichberechtigte Beteiligung der Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen beinhaltet. Das kann auch uns als Vorbild dienen und verdient unsere volle Unterstützung.
Organisatorinnen: Monika Markus-Glemnitz, Margot Simoneit

Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki

Fürstenfeldbrucks beharrliche Mahner für Frieden und Abrüstung gedachten vor der Sparkasse und auf der Kneipp-Insel der Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945. Die Brucker SZ berichtete am 7.8.17: Das alljährliche Erinnern an die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki vor der Brucker Sparkasse ist auch eine Anti-Kriegs-Demo … Dass die Veranstaltung nicht nur an die schrecklichen Folgen der Abwürfe erinnern und zum Protest gegen die Stationierung von Atombomben in Deutschland aufrufen soll, zeigt auch die Rede des Münchener Gewerkschafters Herbert Magnus ((richtiger Name: Markus)). Die Atomwaffen seien nämlich nur die Spitze des Eisberges, so Magnus. Die Gedenkveranstaltung richte sich deshalb auch gegen die Erhöhung von Militärausgaben und Kriegsführung im Allgemeinen. Er rufe die Bundesregierung viel mehr dazu auf, das Geld sinnvoll in Soziales, den Klimaschutz und Entwicklungshilfe investieren.
Gedenken in Hiroshima. Mit einer Schweigeminute haben Tausende Menschen in Hiroshima des Abwurfs der US-Atombombe auf die japanische Großstadt vor 72 Jahren gedacht. An der zentralen Zeremonie am Sonntag morgen nahmen neben Ministerpräsident Shinzo Abe auch Überlebende teil. Die Schweigeminute begann um 8.15 Uhr (Ortszeit) – zu diesem Zeitpunkt hatte der US-Bomber »Enola Gay« damals die erste im Krieg eingesetzte Atombombe abgeworfen. Zehntausende Bewohner waren sofort tot, bis Ende des Jahres 1945 starben schätzungsweise 140.000 Menschen. (Quelle: dpa/jW)

Zum 60. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki: Nur vage eingeweihte Beteiligte an Transport und Einsatz der Atombombe im US-Militär sprachen einfach von dem „Ding“. Bis zum August 1945 gab es auch in der japanischen Sprache kein gebräuchliches Wort. „Manche Japaner“, so schrieb Konrad Lübbert vor zwanzig Jahren, „nennen noch heute die Atombombe die ‚christliche‘ Bombe, weil sie von Christen entwickelt, von Christen gutgeheißen und von Christen eingesetzt wurde.“ Tatsächlich gibt es schon rein äußerlich einige Berechtigung für einen solchen Sprachgebrauch …
Dokumentarist Jürgen Schulz: „Sogar in unserer Stadt gibt es zwei Unternehmen, die einen nicht unerheblichen Anteil ihres Umsatzes mit militärischer Produktion machen“. Der Bericht der Brucker SZ vom 27.3.17 über Schulz‘ Vortrag, den er im März in der Erlöserkirche hielt.

Fahrrad-Friedensdemo der DFG-VK

Brucker SZ am 4.8.17: Pazifisten demonstrieren vor zwei Brucker Firmen gegen Produktion und Export von Waffen … Die Aktivisten wollen auf das „Rüstungszentrum München“ aufmerksam machen, in dem nach ihrer Rechnung 25 Unternehmen militärische Technologien produzieren. Am Donnerstag waren die rund 25 Friedensradler auf Visite in Fürstenfeldbruck: Ziele waren die Firmen Schleifring und ESG. Vor der Sparkasse gab es zudem eine „Antikriegsperformance“ zu sehen … Die von den USA forcierte Osterweiterung der NATO verfolge nur die wirtschaftlichen Interessen der Herrschenden. So komme es zu einer Eskalationsspirale … Schweigend rollte der Berufsverkehr daran vorbei …
Kurzinterview in der Brucker SZ am 3.8.17: Hiltraut Wurm organisiert Veranstaltung in Fürstenfeldbruck. Gedenken an Atombomben-Tote. Hiltraut Wurm wünscht sich, dass mehr Leute auf die Bedrohung durch Atombomben aufmerksam machen.
Info: Diese Meldung unterstreicht die pazifistische Aktion: „Pentagon will mehr kleinere, taktische Atomwaffen„.
Ankündigung: So, 6.8., 20 Uhr, bei jedem Wetter vor der Sparkasse, Hauptplatz FFB. Gedenkveranstaltung für die Toten der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki. Ansprachen, musikalische und literarische Beiträge. Gang zur Abschlusskundgebung auf die Kneipp-Insel oder bei Regen ins Niebro, Niederbronner Weg. Die Brucker Bevölkerung ist aufgerufen zur Teilnahme mit Transparenten, Fahnen und Kerzen, um vor der wachsenden Kriegsgefahr zu warnen. Veranstalter: Sozialforum Amper und Antikriegs-Initiative Fürstenfeldbruck.

Aufbruch 2017

Die Bürgerbewegung Campact hat eine bundesweite Aktion gestartet, der sich das Sozialforum Amper anschloss unter der Überschrift „Aufbruch 2017 – Visionen für politischen Wandel“. Es nutzte hierfür sein 100. Sozialforums-Treffen, die monatlich stattfinden. Eingeladen wurde mit folgendem Text: „Überall im Land entwickeln Bürger/innen gemeinsame Forderungen an eine neue Bundesregierung. Damit treiben wir die Parteien im Wahlkampf an, damit unser Land nach der Wahl einen progressiven Aufbruch erfährt und es sozialer, ökologischer und demokratischer wird. Aktive haben bereits bundesweit über 1000 Veranstaltungen angemeldet. Auch in unserer Region rufen Initiatoren dazu auf. In Bruck sind wir es … Nutzen wir die Vorwahlzeit zu einem gesellschaftlichen Aufbruch. Die Ideen und Vorschläge werden von Campact gesammelt, gebündelt und mit Fachleuten diskutiert. Mitte Juli werden die Ergebnisse veröffentlicht. Alle Aktiven können dann noch einmal online darüber abstimmen, welche Forderungen ihnen am wichtigsten sind. Am Ende des Prozesses wird ein Forderungskatalog stehen, den wir gemeinsam mit den Campact-Aktiven in den Wahlkampf tragen.“
Am 12.6. berichtete die Brucker SZ:Für mehr Gerechtigkeit in Deutschland sollten beispielsweise sozialer Wohnungsbau und die Gemeinwohl-Ökonomie, bei der Mensch und Umwelt oberstes Ziel des Wirtschaftens sind, gefördert werden. Um für Frieden zu sorgen, sollten zivile Konfliktbearbeitung und der Abzug der Bundeswehr aus Krisen- und Kriegsgebieten umgesetzt werden. Am Ende der dreistündigen Veranstaltung hatten die sieben Teilnehmer ihre persönlichen Eindrücke zu konkreten Forderungen an die neue Bundesregierung geformt … Die Ergebnisse der Brucker Veranstaltung sowie die der etwa 1200 weiteren in ganz Deutschland werden … von Campact gesammelt und ausgewertet …“ Das Sozialforum kündigte für Juli einen Auswertungs-Infoabend über die bundesweite Campact-Aktion an.

 

„One Earth – One Ocean“ sammelt Meer-Plastik-Müll

Der Einleitungsbeitrag auf dem Infoabend des Sozialforum Amper über „Das Meer ertrinkt im Plastikmüll – Günther Bonin will das verhindern“: Günther Bonin aus Germering hat sich dem Problembereich Plastik-Müll angenommen, einem Kunst-Stoff, den wir Plastik nennen. Setzt man die zwei betonten Wortteile zusammen, ergeben sie das Wort Kunstmüll. Dabei handelt es sich leider nicht um Kunst, sondern um eine künstliche Sorte von Müll, die teilweise Jahrhunderte braucht, um sich abzubauen und damit unschädlich für die Umwelt zu werden. Hersteller des für unser Leben so praktisch gewordenen und fast nicht mehr wegzudenkenden Kunstmülls ist die Plastikindustrie, die man auch Kunstmüllindustrie nennen kann. Sie gehört wie die Automobilindustrie längst zu den sog. systemrelevanten Unternehmungen. Gehen sie pleite, steht die Bundesrepublik ökonomisch auf der Kippe. Das ist der Grund, weshalb Autos auf Teufel komm raus verkauft werden müssen und Plastikware ohne Rücksicht auf ökologische Folgen produziert werden muss. … (Fortsetzung des Berichts mit Info-Links >)(mehr …)