Kategorie: Bund Naturschutz

Verkehrsforum FFB … und kein Ende

25 Jahre „Verkehrsforum FFB“ … und kein Ende. Das Forum feiert sein 25-jähriges Jubiläum am Fr, 10.11., 19 Uhr, in den Räumen der Volkshochschule, Niederbronner Weg 5, FFB. Eine für alle offene Veranstaltung. Nach einem Grußwort des Oberbürgermeisters Erich Raff folgt ein etwa halbstündiger Vortrag über Aktivitäten, Erfolge und Misserfolge der Vereinsarbeit in den letzten 25 Jahren und ein Blick auf aktuelle Projekte und Vorschläge für Bruck. Als Gastreferent kommt zudem Herrn Hermann Seifert (Stabsstelle ÖPNV im Landratsamt), der geplante Entwicklungen im ÖPNV im Landkreis vorstellen wird. Im Anschluss Eröffnung der Ausstellung „25 Jahre VERKEHRSFORUM FFB … und kein Ende“, die auch einen Blick über die Brucker Stadtgrenze hinaus nach Holland und Kopenhagen wirft. Bei Snacks und Getränken bleibt ausreichend Zeit und Raum für Gespräche. Feiern Sie mit! Veranstalter: VERKEHRSFORUM FÜRSTENFELDBRUCK – Alexa Zierl, Thomas Brückner und Martin Haisch.
„Unser Engagement in den letzten 25 Jahren war komplex und vielfältig“. – Die umfangreiche Übersicht.

Erneut Baumkahlschlag in Bruck?

Die Brucker SZ berichtete am 3.11.2017: Bund Naturschutz will 70 Bäume an der Industriestraße retten. 70 Bäume sollen für drei große Neubauten auf dem Gelände an der Industriestraße im Brucker Westen gefällt werden. Dort sollen neben dem Einkaufscenter weitere Geschäfte und Wohnungen entstehen. Der Bund Naturschutz (BN) protestiert und fordert die Stadt auf, die Bebauungspläne so zu ändern, dass der Kahlschlag unterbleibt …
Die Stellungnahme des Bund Naturschutz ist hier zu lesen.

Bund Naturschutz: „Schleifring lässt abholzen“

Pressemitteilung des Bund Naturschutz – Ortsgruppe FFB: Warum diese Empörung vieler Brucker Stadträte? Da werden Krokodilstränen vergossen, weil die Fa. Schleifring auf ihrem Grundstück in der Hasenheide den bestehenden Wald komplett hat abholzen lassen, um dort Parkplätze einzurichten. Sowohl Forstamt als auch der Bund Naturschutz haben sich in ihren Stellungnahmen vehement gegen eine Abholzung dieser siedlungsnahen Waldflächen ausgesprochen. Ihre Funktionen als Lärmschutzwald, lokaler Klimaschutzwald und Erholungswald sind auch im Flächennutzungsplan der Stadt FFB festgelegt. Seit Jahren genehmigt der Stadtrat Bebauungspläne, die das Fällen vieler Bäume, sogar die Rodung von wertvollen und schützenswerten Waldstücken und Parkanlagen beinhalten. Zu nennen sind die Erweiterung der Fa. Schleifring 2007, der Bau der psychiatrischen Klinik, die erneute Ausdehnung der Fa. Schleifring, die Fällungen im Kester-Häusler-Park, etc. Und es soll so weitergehen. In der Industriestraße sollen 70 Bäume der Umgestaltung des Areals zum Opfer fallen und auch beim Bauvorhaben in der Senserbergstrasse werden weitere Bäume gefällt werden. Bei all diesen Baumaßnahmen hat der Stadtrat die zentrale Vorgabe des Bundes-Naturschutzgesetzes verletzt. Es heißt dort im § 13 Allgemeiner Grundsatz: Erhebliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind vom Verursacher vorrangig zu vermeiden. Die Ortsgruppe FFB des Bund Naturschutz hat sich in Stellungnahmen, Ortsbesichtigungen, einem Pressegespräch und auch in Gesprächen mit den Fraktionen des Stadtrates gegen diese Fällungen ausgesprochen und auch auf Alternativen hingewiesen. Ohne Erfolg! Dem Stadtrat war das Wohl der Unternehmen und Investoren wichtiger als das seiner Bewohner und der Umwelt. Wir haben die umfangreichen Rodungen abgelehnt, weil dadurch Teile des Brucker Grünzugs verloren gingen. Bäume, Sträucher und Grünflächen sind in Bezug auf das Kleinklima von immenser Bedeutung, als Korridor für die Frischluftzufuhr und Kühlfunktion der Wohngebiete, aber auch für die Vernetzung von Flora und Fauna. Wälder und Bäume dienen dazu, die Anwohner in den Städten vor den Einflüssen der zunehmenden Umweltverschmutzung und des Klimawandels mit seinen längeren Hitzeperioden zu schützen. 2016 war das bislang wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die globalen Temperaturen lagen um 0,94 Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Es war damit das dritte Rekordjahr in Folge (SZ 18.1.17). Bäume und Sträucher dienen der Luftverbesserung und der Lärmminderung. Um diese Schutzfunktion erfüllen zu können, benötigen die Grünzüge eine zusammenhänge Fläche. Entscheidend ist auch die Verteilung der Grünflächen. Studien haben ergeben, dass der Abkühlungseffekt (selbst) eines großen Parks ein, zwei Straßen weiter schon nicht mehr messbar ist. Mehrere kleine Grünflächen und Straßenbäume, gleichmäßig auf die Stadt verteilt, verbessern das Stadtklima nachhaltiger. Dem Erhalt von alten Bäumen mit entsprechend großen Kronen ist deshalb Vorrang einzuräumen vor einem Ersatz durch Neuanpflanzungen! Neuanpflanzungen als Ausgleich außerhalb der Stadt verbessern das Klima in der Stadt nicht. Wälder, alter Baumbestand und Grünflächen in der Stadt gewinnen deshalb immer größere Bedeutung. Sie sind nicht nur ein Naherholungsgebiet für uns Menschen, sie leisten auch einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Klimaschutz. Wir fordern deshalb den Stadtrat auf, bei Bauvorhaben, dem Grundsatz des Naturschutzgesetzes Rechnung zu tragen und alternativen Planungen, die Bäume und Grünzüge erhalten, den Vorzug zu geben.
Bund Naturschutz Ortsgruppe Fürstenfeldbruck / Emmering: Friedrich Meyer-Stach, Ortsvorsitzender, Zeppelinstraße 10, 82256 Fürstenfeldbruck, Tel.: 08141 20668

In Fürstenfeldbruck sollen Bäume neuen Häusern weichen

Der Bund Naturschutz wehrt sich gegen geplante Baumfällungen im Bereich östlich der Industriestraße in Bruck … Es geht um die Neubebauung des Grundstücks von Aldi und AEZ-Getränkemarkt. Dort sind mehrstöckige Gebäude geplant … Der Bund Naturschutz kritisiert …, dass Bäume an der Straße, aber auch an der Grenze zur nördlich liegenden Sportschule Puch gefällt werden sollen … dass die Bäume von der Bauverwaltung nicht im Bebauungsplan eingezeichnet seien, wie dies üblich sei … spricht sich für eine Verschiebung der Bebauung in südliche Richtung sowie für mehr trennende Grünstreifen und den Erhalt von Bäumen aus und warnt gleichzeitig vor einer stark zunehmenden Verkehrsbelastung …
Aus dem Bericht in der SZ vom 22.5.17

Heimat Bayern – Ausverkauf der bayerischen Kulturlandschaft?

„In Bayern werden täglich 13,1 Hektar landwirtschaftlicher Fläche, Landschaft und Natur in Verkehrs- und Siedlungsfläche umgewandelt. Dieser Wert stammt aus dem Jahr 2015 – gegenüber 2014 bedeutet das eine Steigerung um 21 Prozent. Wie lange soll das noch so weitergehen, gibt es eine Grenze für immer neue Flächenausweisungen? Kommunalpolitiker, die zumeist reflexartig auf unverzichtbare Gewerbesteuereinnahmen und angebliche Schaffung von Arbeitsplätzen verweisen, sind hier vor wichtige Fragen gestellt …“ Beispiele aus dem Landkreis Traunstein beleuchtet ein Artikel der Online-Zeitung „gradraus.de“. „Ist es richtig und unvermeidbar, alle Ortseingänge mit Hallen und Discountern zu bebauen? Kann man hier von bewusster Ortsgestaltung sprechen? Oder folgen Kommunalpolitiker dem Diktat von Investoren und Profiteuren? Eine Urlauberin, eben aus Kroatien zurückgekehrt, berichtet von ihren Urlaubseindrücken: Überall dieselben Lebensmittelmärkte und Drogerieketten wie daheim. Urlaubsziel und Heimatort werden uniform. Der Expansionsdrang der Konzerne lässt sich anscheinend nicht aufhalten. Ob multinationale Konzerne oder heimischer Betrieb – der Flächenbedarf steigt unaufhörlich.“
Über den unmäßigen Flächenverbrauch versucht der Bund Naturschutz seit langer Zeit sein Veto einzulegen.
Zum Artikel auf gradraus.de.
Zur Seite des BN mit Positionen zum Siedlungsdruck, Landverbrauch und der Gewerbegebietsentwicklung – mit positiven Beispielen.
Auch im Brucker Land ist der Mittelstand bedroht, (mehr …)

BN: Sechs Fragen an die OB-Kandidaten

Der Bund Naturschutz, Ortsgruppe FFB, stellte den OB-Kandidaten sechs Fragen. Nur drei haben geantwortet. Die Antworten sind der Presse übergeben worden und stehen der Öffentlichkeit zur Einsicht und Beurteilung zur Verfügung. Die Fragen lauten: Befürworten Sie die Einrichtung eines Umwelt-Beirats? Wie wollen Sie der Thematik „Versiegelung der Böden“ Rechnung tragen bei einer gleichzeitigen voranschreitenden Siedlungsentwicklung von Fürstenfeldbruck? Wären Sie bereit, das Abkommen zur Biodiversität zu unterzeichnen und welche konkreten Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um die Artenvielfalt in unserer Stadt zu schützen und zu erhöhen? Wie wollen Sie mit der Problematik der Baumfällungen umgehen und halten Sie die Einführung einer Baumschutz-Verordnung für angebracht? Wie wollen Sie das Ziel der Reduzierung der CO2-Emissionen um 35 % samt PKW-Reduzierung bis 2020 erreichen, und mit welchen konkreten Maßnahmen wollen Sie vor allem die Verkehrsprobleme in der Innenstadt lösen? Was wollen Sie für die deutliche Verbesserung des S4-Angebots tun?
Die Übersicht mit Wertung der Antworten durch den BN ist hier einseh- und runterladbar.

Demo der Naturschützer

Demo beim Besuch des bayerischen Heimatministers Markus Söder (CSU) am Donnerstagabend vor dem Bierzelt in Puchheim … Markus Söder ignoriert beim Auftritt auf dem Volksfest die Demo der Naturschützer gegen seine Umweltpolitik … Der Bund Naturschutz kritisiert, dass das bayerische Kabinett auf Initiative Söders den Landesentwicklungsplan (LEP) so geändert hat, dass die Ausweisung von Gewerbegebieten im Außenbereich leichter wird … Der LEP ((dieses Anbindungsgebot sieht vor, dass Gewerbegebiete direkt an den Orten gebaut werden müssen und nicht auf der grünen Wiese)) sollte „kommunalen Kannibalismus“ bremsen, jetzt sorge Söder für eine Deregulierung und verstärke damit den Flächenfraß. Der Bund Naturschutz appelliert deshalb an den Landtag, dieser Fortschreibung des LEP nicht zuzustimmen … Söder sprach auf dem Volksfest auf Einladung des Puchheimer Bürgermeisters Norbert Seidl (SPD) … Der Puchheimer Bürgermeister begrüßte die Kundgebung der Umweltschützer. „Die Natur ist begrenzt und muss vorsichtig behandelt werden“ … Der Bericht der SZ.