Alles wird gut!

„Oberbürgermeister Erich Raff … skizziert  … Eckdaten von Stadt und Wirtschaft … macht aber auch klar, wo allen der Schuh drückt: Es fehlt an Flächen für den Wohnungsbau und für die Ansiedlung weiterer Unternehmen … Wilhelm Bauer … Leiter des in Stuttgart ansässigen Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation denkt vor allem voraus … „a smarter World“ … Wer mitmacht und bereit ist, sich die neuen Kenntnisse im Bereich der künstlichen Intelligenz anzueignen, wer mit Themen wie IT-Sicherheit oder Cloud Computing sachkundig jonglieren kann, der wird überleben … Wie die schöne neue Welt künftig aussehen könnte? Statt Benzinkutschen könnten Kunden künftig die Mobilitätsdienstleistung kaufen, um vom Punkt A zum Punkt B zu kommen – egal ob mit Bahn, E-Bike, gemeinsam genutztem Elektroauto oder auch mit einem Mix daraus. Und die Handy-App zeigt minutengenau, wann der Backofen im Supermarkt die warmen Brezen ausspuckt … Diese erneute technische Revolution verursacht mitnichten eine Massenarbeitslosigkeit …“ – Quelle: Brucker SZ am 25.5. über den Brucker Wirtschaftsempfang.
Kommentar: Die zunehmende Armut in Fürstenfeldbruck in ihren diversen Erscheinungsformen kam beim Wirtschaftsempfang nicht vor. Solidarisch mit den Vertretern der Wirtschaft verschwieg sie auch der neue Brucker OB. Ein Empfang mit Konsumenten, ihren Interessenvertretern und mit sozial Benachteiligten ist nicht vorgesehen. Die Armutssituation vor Ort ist hier nachzulesen. Denn Konsum von allen ist wichtiger als Wohlstand für alle. Das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation sieht nämlich letzteres durch ersteres gewährleistet. Denn technische Revolution dient der Konsumsteigerung, damit dem Profit, damit der Wirtschaft, damit angeblich uns allen. So verkauft es uns die selig machende neoliberale Religion! – hb