Monatsarchiv: Februar 2017

Menschen auf der Flucht sind keine Mitbürger

Der Stadtrat Tomas Bauer ist bekannt als konservatives Urgestein der Olchinger CSU. Hin und wieder wird er laut, wenn ihm etwas missfällt. Und das wittert er zumeist auf Seiten der Opposition. SPD-Bürgermeister Magg nannte dieser Tage die etwa 300 in der Stadt untergebrachten Flüchtlinge „Neubürgerinnen und Neubürger“. Bauer wies ihn zurecht, sie seien in Olching untergebracht, weil die Behörden überprüften, „ob sie Asylrecht genießen (in der Regel nur wenige), eine zeitlich begrenzte Duldung erhalten (schon mehr) oder ob sie (nur) als Wirtschafts- und Sozial-Einwanderer eingereist sind und deshalb kein Bleiberecht in Deutschland haben“. – „Alle dauernden oder vorübergehenden Immigranten als Bürger zu qualifizieren, ist grob falsch“. Sie als Mitbürger zu bezeichnen, könne die AfD und andere Rechtsradikalen bestätigen, die eine „Umvolkung“ herbeireden. Er warnt: „Wer jeden, auch den, dessen Aufenthalts- und Statusprüfung noch nicht abgeschlossen ist, vorauseilend zum Neubürger adelt“, der wolle damit „alle Grenzüberschreiter auf Dauer hier halten“, so Bauers Schlussfolgerung, denn „neue Bürger kann man nicht in ihre alte Heimat zurückschicken“ (Quelle).
Magg zeigte ihm die kalte Schulter. Man sollte Äußerungen dieser Art jedoch ernst nehmen. Denn hinter ihnen steckt mittelalterliche Burgmentalität und ihr Ständedenken. Innerhalb

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