Monatsarchiv: Januar 2017

Letzter OB-Kandidat wurde auserkoren

BBV und Grüne stellen Dr. Martin Runge, derzeit 2. Bürgermeister in Gröbenzell, als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl auf. Runge bringt langjährige Landtags-, Kreistags- und Bürgermeistererfahrung mit und ist weit über die Grünenparteigrenzen hinweg mit vielen Gruppierungen und Institutionen vernetzt. Auf vielen Gebieten glänzt er mit Fachkompetenz. Dass er in Gröbenzell ansässig ist, wirkt sich deshalb nicht negativ aus. Noch wissen das zu wenige Brucker Wähler.
Sein Hauptgegenspieler dürfte Erich Raff von der CSU sein, dem nachgesagt wird, er mache das Amt in der Nachfolge von Klaus Pleil sehr gut. Allerdings gab es schon mehrmals Verärgerung über stadtpolitische Absichtserklärungen seinerseits. Ein Nachteil findet sich darüber hinaus in seinem Alter, das er nach eigenen Ausagen gerne in Ruhe genossen hätte. Politisches Erfahrungswissen
bringt er über Parteiarbeit und Stadtrats- und OB-Ersatztätigkeit hinaus nicht mit.

Rentierliche Lichtspielhaus-Posse

Es muss sich rentieren! So denkt in neoliberalen Zeiten jeder Investor, also zahlungsfähige Unternehmer. Und in diesen Zeiten denken auch Stadtverwaltungen so. Sogar Zeitungsredakteure schließen sich dem an. Ein potentieller Kinobetreiber springt ab und das Brucker Tagblatt kommentiert: „Es fehlt eine klare Entscheidung: Entweder die Stadt will das Haus erhalten und die Kultur fördern – dann muss sie zahlen, denn Kultur ist selten ein Geschäft mit Gewinn. Oder sie will ihr Geld anders investieren – dann sollte über einen Verkauft nachgedacht werden.“ Geld ausgeben oder Geld einnehmen: Eine Alternative, die nur gilt, wenn „die Stadt“ wie ein Unternehmer handelt.
Der potenzielle Kinobetreiber sagt dazu: „Für mich lohnt es sich nicht.“ Der Ersatz-OB Erich Raff: „Das geplante Programmkino und Kleinkunst mit nur einem Saal rechnen sich nicht.“ Man denkt nun an den Einbau eines Extraraumes in den großen Saal, damit sich’s rechnet. Einige Stadträte äußerten, die Stadt habe von Beginn an damit rechnen müssen, dass sie ein Defizit für den kulturellen Betrieb zahlen muss. Es hieß auch, der Grund sei inzwichen teurer als beim Kaufabschluss. Der Deal hat sich also gelohnt – wenn man verkauft. Brucker Kulturpolitik!? (hb)

Rechtsradikale Schildbürger

Angstschürende Aktivitäten nehmen in Bruck zu. Sich „Der Schild – Verteidiger des Eigenen“ nennende Rechtsradikale wollen mit Plakataktionen der AfD Stimmen zutreiben. Gehetzt wird mit dem Slogan „Fürstenfeldbruck hat kein Bock auf Nafris!“ gegen afrikanische Flüchtlinge. Erkennbar sind Verbindungen zu gewaltbereiten Rechtsextremisten. Das zeigen Verlinkungen und Kommentare auf ihren Facebook- und Twitter-Seiten. Mit die Realität verleugnenden und verdrehenden Fakenews, Argumenten und Fragestellungen verkünden sie eine erfundene „Wahrheit“. Jede anderslautende Meinung wird so zur Unwissenheit oder gar Lüge degradiert. Wer ihren „Erwachet“-Rufen nicht folgt, macht sich angeblich schuldig am Untergang des „Eigenen“, der „deutschen Identität“ und des „christlichen Abendlands“. In FFB sind folgende rechtsradikale Gruppen aktiv: Anhänger der „Identitären Bewegung“, die Neonazi-Partei „Der Dritte Weg“ – sowie der „Der Schild“, dessen Verantwortliche laut www.aida-archiv.de der in München ansässige Lukas Bals ist.
Aktivitäten dieser Realitäts-Manipulateure sind bitte der Polizei zu melden sowie dem „Bündnis FFB ist bunt nicht braun“: FFBbunt@gmx.de