Fürstenfeldbruck aktiv | Brucker Journal

If You Love This Planet – Atomwaffen ächten!

A beautifully animated short film, „If You Love This Planet“ brings to life Hiroshima survivor of nuclear bombing Setsuko Thurlow’s passionate call to action, on the day that the Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons was adopted at the United Nations – 7 July 2017.
Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen ICAN ist eine globale Organisation, die sich bemüht, Menschen auf der ganzen Welt zu mobilisieren, ihre Regierungen zu inspirieren, zu überzeugen und unter Druck zu setzen, Verhandlungen für einen umfassenden Nuklearwaffenverbotsvertrag durchzusetzen. Seitdem die Organisation 2007 gegründet wurde, hat sie weltweit 360 Partnerorganisationen in 93 Ländern dazugewonnen: www.icanw.org
Unterschreiben Sie den Aufruf auf der Webseite www.abruesten.jetzt


So, 10.12., Internationaler Tag der Menschenrechte: „ICAN – Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen“ bekommt an diesem Tag den Friedensnobelpreis 2017. Mehr Infos auf der Seite VERANSTALTUNSKALENDER.

Sparkassenchef verteidigt seine Fusionspläne

Laut Bericht der Brucker SZ vom 1.12.17meint Klaus Knörr, Vorsitzender der öffentlich-rechtlichen Bank in Fürstenfeldbruck, dass jede Zeit neu zu definieren habe, wie eine Sparkasse dem Gemeinwohl diene … Als die Brucker Sparkasse … gegründet wurde, hatte der überwiegende Teil der Bevölkerung, also Arbeiter, Bauern und ärmere Schichten, hier noch gar keinen Zugang zu Banken. Diese waren an solchen Kleinkunden oder Habenichtsen auch nicht interessiert, weil an ihnen nichts zu verdienen war. Schließlich zogen es Privatbanken damals vor, mit den Vermögenden, also mit Kaufleuten, Adeligen, Großgrundbesitzern und Industriellen Geschäfte zu machen … Ausdrücklich bezeichnet Knörr die Gewinnmaximierung, wie sie für marktwirtschaftliche Unternehmen gilt, nicht als das eigentliche Geschäftsziel der Sparkasse. Hier gehe es daher nicht um möglichst hohe Renditen, sagt er, sondern um die Daseinsvorsorge der Bevölkerung … Im Vergleich mit anderen Banken und Sparkassen fallen die Gewinne der Brucker Sparkasse relativ niedrig aus, was von Kritikern als einer der Gründe für die Fusion mit Dachau und Landsberg am Lech angeführt wird … Gewinne muss eine Sparkasse trotzdem machen, um sich Wettbewerb zu behaupten und um wachsen zu können. Letzteres ist laut Knörr nur möglich, wenn die Sparkasse zur Absicherung ihres steigenden Geschäftsumfang über das entsprechende Eigenkapital verfügt. Die einzige Möglichkeit das Eigenkapital zu erhöhen, bestehe darin, den Überschuss aus dem Gewinn diesem Grundstock zuzuführen. Mit dieser Begründung lehnt es die Brucker Sparkasse übrigens ab, einen kleineren Teil ihrer Gewinne an ihre kommunalen Träger für gemeinnützige Zwecke abzuführen, was laut Sparkassengesetz möglich wäre.“
Die Stadträte sind laut Brucker SZ uneins. An ausreichendem Hintergrundwissen mangelt es nach wie vor, zumal die Sparkasse ihr eigens bestelltes Gutachten nach wie vor deckelt. Gröbenzells Zweiter Bürgermeister Martin Runge, ehem. OB-Kandidat für FFB und wieder Landtagskandidat, hält die geplante Sparkassenfusion für falsch, weil eine große Bank ihre „Ur-Kernaufgabe“, nämlich in der Fläche für die Menschen da zu sein und in der Region das kleinere Gewerbe zu unterstützen, kaum noch erfüllen könne.


Obdachlosigkeit nimmt rapide zu – Ratlosigkeit und Verantwortungsblindheit ebenso

Am 1.12.17 berichtet das Brucker Tagblatt vom Streit um anstehende Hilfsmaßnahmen für obdachlos werdende Mitbürger in Olching, deren Zahl steigt: „Obdachlosigkeit hat in Olching rapide zugenommen. 2014 waren es noch 14 Fälle, mit denen die Stadt befasst war. Heuer waren es bis Ende August schon 39. Auch Kinder sind mittlerweile betroffen.“ Als Gründe nennt der Leiter des städtischen Amtes für soziale Angelegenheiten: „Zum einen werde Olchingern wegen Eigenbedarfs die Wohnung gekündigt und sie fänden keinen Ersatz. Zum anderen seien aber auch Menschen aus dem osteuropäischen Raum betroffen, die beim Verlust ihres Jobs auch ihre Wohnung verlieren. Die dritte Gruppe seien anerkannte Flüchtlinge, die ein Dach über den Kopf suchen. Dabei spiele auch der Familiennachzug eine Rolle.“ Die Stadt möge Wohnraum schaffen, heißt es allseits: „Es ist angedacht, dass die Stadt selber Wohnraum anmietet und diesen dann an Obdachlose weitergibt. Die Wohnungen und Häuser könnten auch außerhalb Olchings liegen, denn Wohnraum in der Stadt ist knapp. Eine weitere Möglichkeit: Container, die auf städtischen Grund aufgestellt werden.“ Ersteres kostet viel Geld und daran scheiden sich bekanntlich die Geister. Wer soll, wer kann investieren? Private, Kommunen, Länder, der Staat? Mit letzterem schafft man Ghettos. Armensiedlungen, wie sie anderswo längst zum Stadtbild gehören. Bandenbildung, psychische Schäden und Kriminalität sind vorauszusehen. Damit erhöhen sich die Kosten für die Allgemeinheit, das Gemeinwohl bleibt auf der Strecke. Was sagen die Olchinger Politiker dazu? „Bürgermeister Andreas Magg (SPD) … betonte, er kenne keine Kommune in der Umgebung, die so viele Wohnungen wie Olching anbiete“. Heißt, „wir“ tun schon genug.  Tomas Bauer (CSU): „Wenn wir Unterkünfte schaffen, schaffen wir Anreize, nach Olching zu kommen“. Die Armen sollen anderswo bleiben, ich will sie hier nicht sehen, heißt das. „Für ihn stand fest: Aus finanziellen Gründen müsse niemand seine Wohnung verlieren. Soziale Unterstützungen verhinderten dies.“ Wer seine Wohnung verliert, ist also selber schuld. Und „Andreas Hörl (CSU) hatte vor allem die Unterbringung anerkannter Flüchtlinge im Blick: „Diese Situation habe die Bundesregierung geschaffen“. Schuldige, wohin man blickt. Aber die verantwortlichen Politiker vor Ort wollen keine Verantwortung auf sich nehmen und deshalb so wenig wie möglich tun müssen. Müssen sie aber, daran werden sie nicht vorbei kommen!
Informationen über die Situation im Bund und über Lösungsansätze bietet ein aktuelles Interview mit Matthias Günther (Diplom-Ökonom, leitet seit 2006 das Pestel-Institut in Hannover. Die Themen Wohnen, Nachhaltigkeit und Demografie gehören zu den Forschungsschwerpunkten des Instituts).
Unsere Meldung vom 14.11.17 über den Bericht in der Brucker SZ.

Win-win-Aktionen

Foodsharing: Die Tafeln erhalten Konkurrenz. Aus dem Brucker Tagblatt vom 1.12.17: Unter dem Motto „Zu gut für die Tonne“ hat das AEZ Anfang Oktober in der Buchenau ein Pilot-Projekt gegen unnötige Lebensmittelverschwendung gestartet … Der Supermarkt installierte eine Anlage, in der Lebensmittel am Tag des Erreichens ihres Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) zur kostenlosen Mitnahme angeboten werden. Jetzt können Kunden das Angebot auch in Germering nutzen … nahe des Kassenbereichs im AEZ in den Germeringer-Einkaufs-Passagen (GEP). Die Filiale ist bereits neben denen in Pullach, Dachau, Martinsried und der Buchenau die fünfte, in denen das sogenannte „Foodsharing“ praktiziert wird. „Bis Ostern oder Pfingsten sollen all unsere Märkte damit bestückt sein“, sagt AEZ-Geschäftsführer Udo Klotz.
Konversion als Vermarktung des Fliegerhorstes. Aus dem Brucker Tagblatt vom 1.12.17: BMW-Pläne für Fursty werden konkreter … Mit der Driving Academy ist BMW schon auf dem Gelände vertreten, nun kann sich das Unternehmen vorstellen, noch mehr zu investieren … Nun wird klar, dass die Städte und Gemeinden vor allem große Unternehmen gesucht haben, die Dreh- und Angelpunkt der Konversion sein könnten … Als „gesetzt“ definierte Andreas Ströhle für die BBV-Fraktion weiterhin das Ziel, eine große Anzahl von Wohnungen zu schaffen. Leide der Wohnraum unter einer großflächigen Gewerbeansiedlung, dann könne die BBV dem in Zukunft nicht zustimmen, warnte er. Dasselbe Ziel habe er natürlich auch, sagte Raff: „Da bin ich dahinter.“

Ausbildung zum Morden gestern – Hakenkreuze und Schlagringe heute

„Angeblich eine rechtsextreme Gruppe“!? – Die Brucker SZ berichtete am 30.11.17:Razzia bei vier Mitgliedern der ‚Bavarian Vikings‘ im Landkreis … Ermittlungen gegen Angehörige einer Gruppe namens „Bavarian Vikings“ wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung … Dabei soll es sich angeblich um eine rechtsextreme Gruppe handeln … Der Schwerpunkt der Aktion lag in Niederbayern, allerdings wohnen vier der 21 Beschuldigten in Bruck, Eichenau und Mammendorf … Bei den Beschuldigten seien fünf Hakenkreuzfahnen, ein Abzeichen mit einer Lebensrune und eine Notiz mit einem Hakenkreuz sichergestellt worden, teilte das Ministerium mit … Der Bayerische Rundfunk hatte nach der Razzia berichtet, Ausgangspunkt der Ermittlungen seien Angriffe gegen zwei Somalier Ende vergangenen Jahres im Raum Fürstenfeldbruck gewesen, den Mitglieder der Gruppe begangen haben sollen …“
Aktuelle Medienberichte zum Buch des Gröbenzeller Geschichtswissenschaftlers Sven Deppisch „Täter auf der Schulbank. Die Offiziersausbildung der Ordnungspolizei und der Holocaust“ in Fürstenfeldbruck:
Während NS-Zeit: Ordnungshüter als Massenmörder. Nationalsozialismus – Wie Ordnungshüter während der NS-Zeit zu Massenmördern wurden. Eine neue Studie enthüllt die zentrale Rolle der Polizeischule in Fürstenfeldbruck für die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. – Von Peter Bierl in der SZ
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/nationalsozialismus-wie-ordnungshueter-waehrend-der-ns-zeit-zu-massenmoerdern-wurden-1.3763115
Gröbenzeller Historiker enthüllt – „Judenmörder“: Die dunkle Vergangenheit der Brucker Polizeischule. – Von Eva Strauß im Merkur
https://www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/dunkle-vergangenheit-polizeischule-fuerstenfeldbruck-9385332.html
Die dunkle NS-Vergangenheit einer Polizeischule. Die Polizeihochschule in Fürstenfeldbruck bei München hat einen guten Ruf und eine lange Tradition. Sie hat aber auch eine dunkle Vergangenheit: Sie diente als Kaderschmiede des NS-Regimes. – Von Christian Stücken im BR
https://www.br.de/nachrichten/fuerstenfeldbruck-die-dunkle-ns-vergangenheit-einer-polizeischule-100.html
Historiker enthüllt NS-Vergangenheit der Polizeischule. Für den Judenmord trainiert. – Von Dieter Metzler
https://www.kreisbote.de/lokales/fuerstenfeldbruck/historiker-enthuellt-ns-vergangenheit-brucker-polizeischule-9402907.html

Polizeischule vermittelte „Bandenkampf“und Judenmord. – https://www.pressreader.com/germany/muenchner-merkur/20171124/281797104302407
Fürstenfeldbruck: Die dunkle NS-Vergangenheit einer Polizeischule | Kontrovers | BR-Fernsehen – https://youtu.be/Gx06TJgFdx8
Polizeischulen im Dritten Reich. Die Massenmörder aus Fürstenfeldbruck. ​Ein Historiker hat ein Buch über die Rolle der Hochschule im Dritten Reich geschrieben. – http://www.bild.de/regional/muenchen/fuerstenfeldbruck/polizeischule-ffb-drittes-reich-53945836.bild.html
Das Buch: http://www.tectum-verlag.de/tater-auf-der-schulbank.html
2013 erschien dieses Buch: J. Schröder: „Die Münchner Polizei und der Nationalsozialismus“. Rezensiert von Sven Deppisch, Historisches Seminar, Ludwig-Maximilians-Universität München
https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-21756

„Verkehrsforum FFB“ fordert Umbau des Bahnhofsplatzes

In einer aktuellen Stellungnahme erklärt das Forum (www.verkehrsforum-ffb.de): „Mit zunehmender Sorge sehen wir die Verkehrszunahme auf dem Bahnhofplatz und dem Busbahnhof. Auf Grund von Staus auf der Münchner und Oskar-von-Miller-Straße wird die Bahnhofsstraße von immer mehr Fahrzeuglenkern als Schleichweg genutzt. Und da man eilig unterwegs ist, werden häufig die hier vorgeschriebenen 30 km/h nicht eingehalten. Das hohe Verkehrsaufkommen und die zu hohen Geschwindigkeiten gefährden die ÖPNV-Fahrgäste erheblich und behindern zudem den zügigen Busverkehr. Unsere Planungen zielen darauf ab, das Durchfahren für PKW und LKW auf dem Bahnhofsplatz grundsätzlich zu verbieten. Vor dem Bahnhofsgebäude wird ein verkehrsberuhigter Bereich angelegt. Eine Durchfahrt dieses Bereiches ist nur noch für Busse, Taxen und Radler gestattet. Trotzdem bleibt der Bahnhof für den Individualverkehr von beiden Seiten her anfahrbar. Die Bahnhofsstraße wird von beiden Seiten Sackgasse. Dazu werden im Westen wie im Osten des Bahnhofgebäudes Wendeschleifen gebaut. Neue Zebrastreifen, eine neue Mittelinsel als Barriere und evt. auch eine flächige Fahrbahnmarkierung machen zusätzlich zur Beschilderung deutlich, dass Durchfahren nicht mehr gestattet ist …“
Die ganze Stellungnahme und die Planungen.

Ausstellung des Verkehrsforums FFB: Die 25-Jahr-Feier des Verkehrsforums FFB hatte am 10.11. erfolgreich in der VHS (Volkshochschule) FFB stattgefunden. Ca. 50 Leute haben sich zur Feier eingefunden. Viele konnten jedoch nicht zu dem Termin kommen. Deshalb möchten wir noch mal auf unsere Ausstellung hinweisen, die noch bis zum Fr, 15.12., in der VHS zu besichtigen ist. Sie zeigt in zahlreichen Bildern die Erfolge des Verkehrsforums FFB seit seiner Gründung und gibt Anregungen für unkonventionelle zukunftsfähige Lösungen. Vor allem für den Radverkehr gibt es überzeugende Beispiele aus Holland und der Radlhauptstadt Kopenhagen, Dänemark zu sehen. Die Öffnungszeiten der VHS am Niederbronner Weg 5, FFB: Mo + Di, 14-16 Uhr, Mi – Fr, 9-11 Uhr, Do 14-18 Uhr.  

Geheimhaltung ist erlaubt

Die Brucker SZ meldete am 20.11.17: „Antrag auf einen Rathaus-Livestream“. Gemeint sind Live-Übertragungen der Stadtratssitzungen aus dem Saal im Rathaus über das Internet. Man verbindet damit die „Hoffnung, das sich damit auch mehr Brucker für die Kommunalpolitik begeistern lassen: Öffentliche Sitzungen des Stadtrats und seiner Ausschüsse sollen per Lifestream übertragen und auf der Website der Stadt auch im Nachhinein zugänglich gemacht werden. Gezeigt werden sollen gleichwohl nur Stadträte, die damit einverstanden sind.“ Gefordert wurde das schon zweimal „unter dem Schlagwort barrierefreie Stadt“. Andernorts gibt es das und die Transparentmachung von Dokumenten längst. Beides erweist sich als erfolgreiche Maßnahme zur Öffentlichmachung der Vorgänge in Rathäusern, die bekanntlich ein parlamentarischer Ort der Stadtpolitik sind. Die wiederum soll öffentlich sein, weil sie der Öffentlichkeit dient. Doch gerne werden gesetzliche Vorgaben als übergeordnet angesehen, bspw. das Datenschutzgesetz. Ein Stadtrat darf sich darauf stützen, wenn er meint, etwas vor der Öffentlichkeit verbergen zu wollen. Ein Stadtrat, der in aller Öffentlichkeit als ein öffentlicher Vertreter für die Belange der Öffentlichkeit gewählt wurde, soll demnach sagen dürfen: „Meine Person und was ich sage, darf öffentlich nicht gezeigt werden!“ Eine anscheinend offene Frage: Kann in öffentlichen Stadtratssitzungen, in denen  es um öffentliche Interessen geht, das private Interesse mehr wiegen als das öffentliche?

Die Friedensbewegung wird aktiv

Abrüsten statt Aufrüsten – In einem deutlichen und dringenden Abrüstungsaufruf wendet sich ein ungewöhnlich breites gesellschaftliches Bündnis an Öffentlichkeit. Dazu zählen der Nobelpreisträger Paul Crutzen, die Gewerkschaftsvorsitzenden Reiner Hoffmann (DGB), Frank Bsirske (ver.di), Michaela Rosenberger (NGG) und Marlis Tepe (GEW), die Theologin Margot Käßmann, führende Vertreter der Umweltbewegung wie der DNR Vorsitzende Kai Niebert und der BUND Vorsitzende Hubert Weiger, WissenschaftlerInnen wie Gesine Schwan, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Frigga Haug und Ulrich Brand, PolitikerInnen aus drei Parteien wie die Abgeordneten des deutschen Bundestages Ernst Röspel (SPD), Katja Kipping (DIE LINKE.) und Katja Keul (Bündnis90/die Grünen), Kulturschaffende wie Wolfgang Niedecken, Udo Lindenberg und Renan Demirkan sowie AktivistInnen der Friedensbewegung. Sie fordern in Sorge um die zukünftige Entwicklung unseres Landes von der (neuen) Bundesregierung: „Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben – Abrüsten ist das Gebot der Stunde“ Mit dem Aufruf warnen die UnterzeichnerInnen vor weiterer Aufrüstung und fordern, endlich abzurüsten – nur damit könnten die großen Herausforderungen gelöst werden. In dem Aufruf heißt es: „Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP). So wurde es in der NATO vereinbart. Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.“ Die mehr als 80 ErstunterzeichnerInnen warnen eindringlich: „Militär löst keine Probleme. Schluss damit. Eine andere Politik muss her. Damit wollen wir anfangen: Militärische Aufrüstung stoppen, Spannungen abbauen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen, Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit schaffen, Entspannungspolitik auch mit Russland, verhandeln und abrüsten. Diese Einsichten werden wir überall in unserer Gesellschaft verbreiten. Damit wollen wir helfen, einen neuen Kalten Krieg abzuwenden.“ Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner des Aufrufes rufen zu einer bundesweiten Unterschriftenaktion (online und offline) auf, die sie mit weiteren Aktivitäten begleiten wollen.
Den Aufruf zum Unterschreiben und zusätzliche Informationen finden Sie auf der Webseite www.abruesten.jetzt.
– Die Gefahr aus dem Osten als Vorwand für Rüstung: Kommentar von U. Gellermann.
Ein 4-Min.-Video, gemacht für die Berliner Politiker.

Auch im Landkreis FFB wird die Friedensbewegung wieder aktiv: Das Sozialforum Amper, die Antikriegsinitiative FFB und wir vom Herausgeberkreis FFBaktiv rufen dazu auf, sich gegen Rüstung und Kriegsgeschrei zusammenzufinden. 2018 werden wir gemeinsam gegen Kriegspolitik demonstrieren.

Obdachlosigkeit steigt – ist aber vermeidbar

Bericht der Brucker SZ vom 14.11.17: Mehr als 200 Frauen und Männer zwischen 18 und 27 Jahren im Landkreis haben keinen festen Wohnsitz. Die Zahlen steigen. In Fürstenfeldbruck öffnet zu Jahresbeginn eine kleine Unterkunft … Die Zahl junger Menschen zwischen 18 und 27 Jahren, die keine Wohnung haben, steigt demnach auch im Landkreis Fürstenfeldbruck, der im Speckgürtel von München zu den teuren Landkreisen zählt, kontinuierlich an. Betroffen sind den Autorinnen zufolge vor allem junge Erwachsene, die aus prekären Familienverhältnissen stammen … ergab sich, dass im Jahr 2014 insgesamt 149 junge Erwachsene im Landkreis ohne feste Bleibe waren, ein Jahr später bereits 199. Eine differenzierte Auswertung war nicht bei allen Fragebögen möglich, dennoch steht fest, dass der Frauenanteil an den jungen Obdachlosen deutlich höher ist als jenes Viertel, das man bisher angenommen hat. Etwas mehr als der Hälfte sind Deutsche … Obdachlosigkeit ist kein Problem, das nur ältere Menschen betrifft. Im Gegenteil. Auch immer mehr junge Menschen im Landkreis sind ohne feste Bleibe. Um sie zu unterstützen, wird zum Jahresbeginn in Fürstenfeldbruck eine Beratungsstelle mit Unterkunft für genau diesen Personenkreis eröffnet.
Bald über eine Million Wohnungslose in Deutschland„.

Ausführlicher Bericht in der „Zeit“.
Obdachlosigkeit konkret.
Wie man Obdachlosigkeit wirksam bekämpfen könnte„.

Rückt die Sparkassenfusion näher?

Ein neues Gutachten, von den Sparkassen FFB, Dachau und Landsberg initiiert, behauptet: Von einer Fusion der Sparkasse Fürstenfeldbruck mit den Instituten aus Dachau und Landsberg-Dießen profitieren unterm Strich alle beteiligten Banken, Kunden sowie Träger-Kommunen … Die Brucker SZ berichtete am 15.11.17: Möglicherweise bereits nächstes Jahr könnte der Dreierbund unter dem Namen Amper-Lech-Sparkasse starten. Die Spitzen des Verwaltungsrats, Brucks Oberbürgermeister Erich Raff und Landrat Thomas Karmasin (beide CSU), sehen in der Fusion einen Beitrag zur Zukunftssicherung, der Gröbenzeller Kreisrat und Grünen-Landtagsabgeordnete Martin Runge hingegen zweifelt „mehr denn je“ an ihrem Sinn … Alle drei Standorte blieben erhalten. Von einem Zusammenschluss erhoffen sich die Sparkassen eine Steigerung des Betriebsergebnisses … Auf Fürstenfeldbruck entfällt etwa ein Drittel des Betrags … Nach SZ-Informationen soll die Zahl der Mitarbeiter in den drei Landkreisen insgesamt um etwa hundert sinken … Eine Garantie für den Erhalt aller Filialen gibt es zwar auch im Fall einer Fusion nicht … Wäre Bruck weiterhin solo unterwegs, dann wäre es aber angeblich noch schwerer, das in diesem Jahr bereits von 25 auf 19 Geschäftsstellen geschrumpfte Netz zu sichern … Bezüge und Pensionen werden im Gegenzug durch den Aufstieg des Dreierbunds in eine höhere Sparkassen-Größenklasse deutlich steigen.
Bericht im Brucker Tagblatt am 16.11.17: Steigende Regulatorik, niedrige Zinsen und die fortschreitende Digitalisierung sind die Grundlage für die Fusionsüberlegungen … Ziel sei es, neben den Sparkassen in München und München-Land eine dritte Kraft im Westen und Nordwesten Münchens zu schaffen … Die Kosten für die Fusion werden auf rund 4,5 Millionen Euro taxiert … Und auch Brucks OB Raff, der aktuell den Vorsitz im Verwaltungsrat innehat, begrüßte die Fusionspläne … Bei der Gelegenheit verteidigte Karmasin den Verzicht auf Ausschüttungen an Kreis und Stadt in den vergangenen Jahren. Er ließ durchblicken, dass sich das auch nicht ändern solle …
Aus dem Kommentar im Tagblatt: Ein Haus wie Bruck ist langfristig betrachtet einfach zu klein, um überleben zu können …